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Bei mir hat eine Stunde Osteopathie ca. 80 Euro gekostet. Und die KK hat 80 Prozent davon übernommen.
Ich war auch schon beim Osteopathen wegen meiner Knieschmerzen. Die Krankenkasse hat 80 Prozent der Kosten übernommen. Ich fand es sehr angenehm, manchmal auch etwas schmerzhaft, aber hat gut getan insgesamt.
Ich bin ja schon ein älteres Semester. Anfang der 80ziger Jahre wurde ich mit hohen Dosen Haldol behandelt. Ich hatte Blickkrämpfe und Fußkrämpfe, ruinierte mir dabei die Sprunggelenke (mit dem Tanzen war es eh schon aus) und bekam dagegen Akineton.
Später in einer anderen Klinik bekam ich Fluanxol, von dem bekam ich auch Blickkrämpfe, wieder Akineton, aber nur bei Bedarf. All die Jahre in denen ich in den 80ziger krank war, bekam ich Haldol oder Fluanxol Depot.
Dann war ich von 1993 bis 2003 ohne Medis symptomfrei. Erst 2003 kam ich mit atypischen NL´s in Kontakt. Zuerst Zyprexa mit Seroquel, später Risperdal Consta, dann Clozapin mit Solian, dann wieder Zyprexa, dann wieder mal Haldol, dann Ciatyl mit Haldol, dann Serdolect mit Clozapin, dann nur Quetiapin. Ich hatte unangenehme Nebenwirkungen von allen atypischen NL´s, deshalb bekomme ich jetzt seit drei Jahren Abilify maintena (Depot) mit Quetiapin und Risperdal (welches ich aber gerade runterdosiert habe). Ich möchte nur ein Medi (Abilify) und das zweite (Quetiapin) nur zum Schlafen. Scheinbar reicht das Abilify aber nicht ganz aus, denn ich habe wieder Symptome.
Vom Abilify habe ich, oder vielleicht sind es auch Spätdyskinesien von den alten NL´s aus den frühen Jahren, einen Handtremor, der derzeit in der Neurologie in Großhadern untersucht wird.
Mir geht’s aber wie escargot, ich will unbedingt nur ein Medi auch wenn ich Symptome habe, ich versuche mit anderen Hilfen, sie in den Griff zu bekommen. Z.B. habe ich einen Psychotherapeuten, eine Soziotherapeutin, die auch viel mit mir redet, gehe in eine Gruppe der Klinik, spiele Inklusions-Theater und habe ein gutes Netz insgesamt durch die PIA der Klinik.
Haldol habe ich eigentlich in niedriger Dosierung in der Klink im letzen Jahr als sehr hilfreich empfunden, weil die Symptome damit relativ schnell weggingen. Dennoch hab ich Angst, dass es die Spätdyskinesien auslöst, bzw. verstärkt.
So das war mein Wort zum Sonntag:) Sorry für den langen Text.
Danke für die Erklärung, Prof. Klimke! Das ist ja geschichtlich sehr interessant und klärt auf und verhindert so, hoffentlich, die falschen Informationen, die verbreitet werden.
Meine Meinung: so ungern ich sie nehme die Medikamente, sie haben doch geholfen in den letzten Jahrzehnten, dass man wie noch vor 50 Jahren, nicht mehr dauerhaft untergebracht wird. Jedenfalls in vielen Fällen.
Danke euch allen für die Antworten.
Ich sehe es auch so, dass es, zwar fließende, Grenzen gibt, d.h. dass es nicht unbedingt psychotisch ist, Stimmen zu hören. Mein Anliegen ist es, die Grenzen zu erkennen, um nicht überschwemmt zu werden von psychotischen Gedankenströmen. Dieses Mal scheint mir das gelungen zu sein, warum bin ich mir noch nicht sicher. Doch ich konnte die letzten zwei Wochen überstehen, ohne wirklich psychotisch zu werden. So mein Gefühl, dass ich nicht psychotisch war. Klar, der Leidensdruck war enorm hoch, aber ich bin nicht abgerutscht.
Was du escargot sagst, dass dein Psych. meint, du wärst jedes Mal psychotisch, wenn du was hörst, kann ich so nicht für mich bestätigen. Deine Bezeichnung Phänomen finde ich sehr treffend.
Alles in allem bin ich, glaub ich, der Psychose gerade nochmal von der Schippe gehüpft, auch wenn ich immer noch leise die Besucher höre.
Trotzdem würde es mich weiterhin interessieren, was ihr dazu denkt, ist Stimmenhören psychotisch oder nicht? Leidensdruck allein kann ja nicht ausschlaggebend sein, denn wenn die Stimmen positiv sind können sie ja mitunter zu einem Hochgefühl führen. Meine sind leider nur negativ, aber ich hatte mal eine Zeit, wo ich sie positiv wahrnahm, Engelsstimmen und da war ich so was von aufgedreht und direkt glücklich. Wie sich sowas ändern kann…….
Danke, escargot, das ist ja sehr interessant.
Demnach hat Aripiprazol einen starken Anteil des D2 Rezeptors und somit (angeblich) eine hohe antipsychotische Wirkung. Weiß nicht, ob man das so vereinfacht sagen kann, aber ich höre ja immer wieder in den Foren, das A. nicht stark genug wirkt. Laut dieser Darstellung deines Links ist es aber genau umgekehrt. Sicher gehören dann noch andere Faktoren dazu, aber so habe ich es erst mal verstanden.
Danke auch von mir, Herr Prof. Klimke!
Ich finde, so eine Erklärung ist sehr hilfreich.
Liebe Grüße, Isa
Also ich habe ein Mantra, das sozusagen immer die gleichen Worte wiederholt ohne Punkt und ohne Komma. Dann gibt es da noch die Stimmen, die aus Körperteilen von mir kommen, die mit mir sprechen, bzw. über mich sprechen. Die sagen dann, sie sollte sich umbringen, weil sie so ein böser Mensch ist…..oder ähnliches, die reden dann miteinander über mich. Wenn ich was dazu sage, dann machen sie sich lustig über mich.
Es ist sehr schwer zu ertragen, vor allem weil ich dann so abgelenkt bin. Soll ich jemandem zuhören, also einer realen Person, dann vermischen sich die Stimmen und ich muss mich dann sehr konzentrieren, wem ich denn nun eigentlich zuhören soll und es entsteht Chaos.
Mich machen die Stimmen sehr sehr traurig, weil sie nichts Gutes über mich sagen, sondern nur Schlechtes und mein Selbstwertgefühl geht dabei immer mehr in den Keller. Wenn ich dann psychotisch werde, dann mache ich alles was sie sagen, weil ich dann der Meinung bin, dass sie recht haben. Solange ich mich aber abgrenzen kann, geht es einigermaßen. Ist dann zwar nicht schön, aber ich gerate nicht in Lebensgefahr.
Hallo Blumenduft und escargot,
ich kann das nur bestätigen mit der Gewichtszunahme durch NL. Ich nehme von jedem NL zu, auch von Abilify, obwohl mir alle Ärzte immer sagen, dass es nicht sein kann. Aber ich habe 14 kg zugenommen. Am schlimmsten finde ich die Zunahme bei Clozapin. DAs war echt krass.
Aber gut, meine Nerven sind besser mit dem Mehr an Gewicht. Früher war ich ein Hering und sowas von zappelig, heute bin ich ein gemütlicher Moppel:)
Ich hab auch 14 kg zugenommen. Alle Ärzte und Schwestern behaupten, vom Abilify nimmt man nicht zu, aber ich habe definitiv zugenommen. Du also auch. Da sieht man mal wieder.
Seit wann hast du Abilify maintena? Ich seit drei Jahren. Und hab einen gemeinen Tremor seither.
Bist du männlich oder weiblich? Innere Unruhe ist ja auch fies.
Hallo Hummel,
habe fast die gleiche Medikation wie du. Wie kommst du zurecht mit dem Depot? Hast du Nebenwirkungen?
Danke liebe @Jela, du hast recht. Jetzt heißt es erstmal abwarten und Tee trinken.
Dir auch einen schönen Tag!
Leider ist mein Tremor bei Aufregung noch stärker als sonst. Ich habe jetzt Ergotherapie verschrieben bekommen. Bin gespannt ob das was nutzt. Ansonsten warte ich auf den Termin für das Schädel-MRT. Hoffentlich bringt das was raus. Ich leide doch sehr unter diesem Tremor.
Letztendlich werde ich wohl doch das Medikament wechseln müssen. Doch zu welchem? Welches macht garantiert keinen Tremor mehr? Falls der überhaupt nochmal aufhört, auch wenn ich das Abilify absetze.
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