Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
Hallo @DiBaDu nun ja, ich würde schon sagen, dass ein Geschenk Sinn macht. Für den der schenkt und auch für den der das Geschenk erhalten hat. Es gibt einen Grund, warum man ein Geschenk erhält.
Hoffentlich konntest du @Miina noch schlafen und die Furcht ist vergangen.
Ich fürchte mich auch nachts alleine. Mein Mann muss am Freitag, also morgen früh ins KH und dann werde ich für ca. eine Woche alleine sein. Zum Glück habe ich heute meinen Psychiater Termin, werde mit ihm darüber reden. Aber mir graust es schon vor den Nächten. ich fürchte mich vor allem vor Geistern. Wenn ich nicht alleine bin, dann hab ich auch keine Angst, aber beim Alleinsein kommen die unrealistischen? Ängste.
Was ist denn das wirkliche Leben? Doch das, was man gerade so erlebt und braucht. Viele Dinge lernt man mit dem tun, ein Überweisungformular auszufüllen hat meiner Meinung nach keine Priorität im Leben, das lernt man dann, wenn man es braucht. Ich hatte viele Schüler, die haben eine ganze Menge Dinge gewusst, die ich mit 18 Jahren nicht gewusst habe. Ich finde, man kann nicht pauschal sagen, die Schüler haben keine Ahnung. Sie haben halt noch nicht so viel Lebenserfahrung, aber die kommt ohne wenn und aber mit den Jahren.
Ich habe 2008 eine 6-wöchige Reha zusammen mit meinem Mann gemacht. Es war ganz nett, aber gebracht hat es nicht so viel. Musste meine Medis, damals Clozapin, regelmäßig im Schwesternzimmer einnehmen, weil die mir misstraut haben. Ansonsten hatte ich eine Psychotherapeutin zweimal die Woche, das war ganz ok, aber ich war damals von dem Clozapin wie ein Zombie, konnte mich nur schwerfällig bewegen, hab furchtbar geschnauft bei Frühsportlaufen, dass ich das nicht mehr gemacht habe. Ich war eigentlich nur da, weil mein Mann die Reha gemacht hat und ich nicht alleine 6 Wochen daheim sein konnte.
Nun, ich kenne jemanden, der seit 30 Jahren Clozapin nimmt und es gut verträgt. Kenne auch andere Leute, die es seit längerem bekommen und es ebenfalls gut vertragen.
Ich selbst bekam Clozapin für zwei Jahre, aber ich fühlte mich schlecht damit, weshalb ich es absetzte. Die dauernden Blutabnahmen nervten mich auch. Aber es hat sehr gut geholfen, die Psychose in Schach zu halten.
Wenn deine Freundin andere Medis probiert hat, die nicht geholfen haben, ist das womöglich ihre einzige Chance ein normales Leben zu führen. Im übrigen sterben Menschen auch an anderen Neuroleptika, nur wird meistens keine Autopsie gemacht, weshalb es nicht publik wird. Da gab es einen Film auf Arte über NL, ich weiß leider nicht mehr wie er heißt. Vielleicht weiß es hier noch jemand.
Danke @Bernadette für den link! Hat mich sehr berührt, kenne vieles von dem was sie erlebt. Bin ja auch Stimmenhörerin und meine Besucher reden auch schlimme Sachen. Finde ihre Bilder großartig.
Liebe @Latakia herzlich Willkommen hier im Forum
auch ich nehme seit 4 Jahren Abilify, allerdings maintena, die Depotspritze, 400 mg, was in etwa 15 mg pro Tag entspricht. Ich kann nicht behaupten, dass ich eine Kauf- oder Spielsucht o.Impulsivität entwickelt habe. Allerdings habe ich stärkere Ängste entwickelt, rege mich sehr schnell auf, wenn was nicht klappt. Das hatte ich vorher nicht. Auch einen Handtremor habe ich entwickelt. Ansonsten vertrage ich das A. gut.
Hallo @Metalhead666
Hast du schon mal Mirtazapin genommen? Damit schläft man auch wie ein Murmeltier. Ich hab das mal bekommen zusätzlich zum Risperdal wegen postpsychotischer Depression, allerdings hab ich es wieder abgesetzt, weil es mich so hungrig machte. Kenne aber einige Leute mit Psychose, die das Mirtazapin bekommen zusätzlich zum NL.
Mit dem Alkohol ist es so eine Sache, grundsätzlich sollte man mit NL´s die Finger davon lassen. Ich trinke aber auch einmal im Monat 2 Radler oder so und einen Schnaps, bin am nächsten Tag aber fix und fertig. Ich mach das nur, wenn „Bordabend“ ist und die Seebären trinken tüchtig:), da trinke ich dann mit.
Wieviel Alkohol trinkst du denn?
15/09/2019 um 8:46 Uhr als Antwort auf: Lebenserwartung bei Schizophrenie und Langzeitschäden durch Antipsychotika #58507Das erste Mal kam ich 1981 mit Haldol in Berührung. In sehr hoher Dosis. Ich glaube 40 mg oder so. Das hat sich ein paar Jahre so gehalten. Drehtürpsychiatrie nannte sich das damals, weil ich kaum dass ich absetzte, wieder in der Psychiatrie landete. Aber die Nebenwirkungen damals waren so krass, dass ich absetzen „musste“. Dann von 1993 bis 2003 ohne Medis symptomfrei. Seit 16 Jahren dann Dauermedikation. Also schon auch eine lange Zeit. Vor früherem Ableben habe ich keine Angst, wohl aber vor den Langzeitschäden die die NL hinterlassen. Vor Demenz graut es mir auch. Meine Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung haben ohnehin schon stark nachgelassen. Meine größte Angst ist, eines Tages ein Pflegefall zu werden und in einem Pflegeheim zu enden.
Ehrlich gesagt hätte ich Angst von einer/m Ex-In begleitet zu werden. Was wenn sie/er instabil wird?
Ich fühle mich mit meinem Netz aus Soziotherapeutin, Psychotherapeuten, Bezugspflege und Psychiater sehr gut aufgehoben. Alle arbeiten miteinander und mit mir zusammen.
Mir geht es auch nicht so gut, wenn es über 30 Grad hat. Aber mehr Medis brauche ich nicht. Geht ja auch schlecht bei Spritze und die anderen nehme ich auch nicht mehr.
Ich hatte auch zwei Jahre mit Leponex, die ziemlich schlimm waren. Fühlte mich wie ein Zombie, aber es hat sehr gut gegen die Psychose geholfen, hatte in den zwei Jahren keinerlei Symptome mehr. Trotzdem will ich es nie wieder. Ich kenne auch Leute, die es vertragen. Einer von denen nimmt es seit fast 30 Jahren.
Liebe @lucky
so eine ähnliche Frage habe ich mir auch gestellt vor ein paar Jahren. Mein Mann war/ist schwer krank und auch nicht mehr der Jüngste. Mein Bruder lebt weit weg und ich habe auch nicht viele Freunde. Abgesehen davon, dass ich Freundschaften nicht belasten möchte, wenn es mir nicht gut geht. Hab aus diesem Grunde auch schon etliche Freundschaften verloren. Jedenfalls hatte mein Bruder die Idee, mit mir zur Sozialpädagogin der Institutsambulanz bei der ich bin zu gehen und nach einem Netz zu fragen. Mir wurde dann eine Soziotherapeutin empfohlen, bzw. die Klinik hat das arrangiert, dass ich eine bekomme. Die Soziotherapeutin die seit damals habe, kommt ein bis zweimal wöchentlich, wenn es mir gut geht, dann auch seltener zu mir nach Hause, schaut nach dem Rechten, redet mit mir, hilft mir bei Amtsachen, beim aufräumen, redet mit mir. Zur Zeit gehe ich zu ihr hin oder wir treffen uns im Café. Wenn es nötig sein sollte, dass ich wieder mal in die Klinik müsste, würde sie auch Sachen holen zu Hause. Neulich waren wir zusammen im Nationaltheater. Sie ist mittlerweile sowas wie eine Freundin geworden, auch wenn die Krankenkasse sie bezahlt. Vielleicht wäre das was für dich?
Ansonsten bin ich auch wie Grenfell in der PIA der Klinik und hab einen Bezugspfleger, den ich öfters sehe, also Termin bei ihm habe. Der kommt im Notfall auch nach Hause. Des Weiteren gehe ich in die Gruppentherapie der Klinik einmal die Woche, was auch schon hilft um mal zu reden.
Danke @Prof. Klimke und @Mallory!
Ja, ich denke auch, dass ich es nicht machen lasse. Mir geht es ja auch schon viel besser. Das Risperdal scheint zu wirken. Manchmal hab ich halt starke Ängste und krasse Gedanken, aber die gehen auch wieder vorüber. Im Moment ist meine Soziotherapeutin z.B. auch sehr zufrieden mit mir, sie meinte, sie wäre stolz auf mich, dass ich die Krise ohne Klinik gemeistert habe. Das tut mir schon gut. Ich hadere zwar oft mit den Medis, aber eine Alternative scheint die EKT nicht zu sein. Danke nochmals!
Danke @Sucher und Danke @Prof. Klimke für die ausführlichen Informationen bzw. Beschreibungen!
Ich weiß nicht, ob ich das machen lasse, wollte mich aber gerne informieren dazu. Bin doch etwas ängstlich vor so einer Prozedur. Die Schaltzentrale unter Strom zu setzen, kommt mir schon reichlich fragwürdig vor. Warum es wirkt, weiß man ja auch nicht wirklich. Werde auf jeden Fall mal mit meinem Doc darüber reden, mal sehen was er so dazu sagt.
-
AutorBeiträge