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Ja, kann mir gut vorstellen, liebe @Nevermind, dass du durch Erziehung dieses Leistungsdenken „aufgedrückt“ bekommen hast. Bei mir war das ähnlich. Bin zwar nicht in der ehemaligen DDR aufgewachsen, aber in einer Akademikerfamilie, wo Bildung und Leistung groß geschrieben waren. Leider hatte ich nur Tanzen im Kopf, so dass ich schon früh eine gewisse Enttäuschung war, dazu kam, dass ich mit 17 psychotisch wurde. Zwar habe ich mein Leben dann auch irgendwie gemeistert, aber das Wertlosigkeitsgefühl hab ich seit meiner Jugend, bzw Kindheit. Hab einen super cleveren Bruder, der immer mein Vorbild war, auch heute noch und gegen den komme ich halt niemals an. Dass Erziehung so einen großen Einfluss hat, finde ich, jedenfalls bei mir, sehr traurig. Was ist denn Persönlichkeit, wenn alles durch Erziehung so stark beeinflusst wird?
Liebe @Nevermind
danke für deine Worte! Du hast recht, niemand ist unnütz, bei anderen würde ich sofort ein Veto einlegen, wenn jemand von sich das behauptet, nur bei mir selbst nicht.
Wow, ich finde toll, dass du durch dein Schreiben Preise und Stipendien holst. Das ist etwas besonderes. Dass du dich auch so wertlos fühlst, wenn du das nicht bekommst, finde ich traurig. Aber du hast das gut gesagt, dass jeder ein Teil dieser bunten komplexen Welt ist, jeder seinen Platz hat und wir etwas wert sind ohne „Leistung“. Das muss ich mir auch immer wieder sagen, wenn dieses Wertlosigkeitsgefühl wieder überhand nimmt.
Ich habe viel Anerkennung erhalten als ich noch unterrichtet habe oder getanzt. Im diesem Bereich konnte ich Anerkennung am ehesten annehmen. Habe neulich einen Brief erhalten von einer ehemaligen Schülerin, worin sie schreibt, dass ich ein ganz wichtiger Mensch in ihrem Leben bin und dass sie oft an unsere gemeinsame Tanz-Zeit zurückdenkt, dass ich sie habe aufwachsen sehen wie ihre Familie. Das hat mich sooo gefreut.
Jetzt bekomme ich keine Anerkennung mehr, wofür auch? Ich arbeite nicht mehr und ich tue nichts, was irgendjemandem dienlich wäre. Das macht mich traurig. Mein Leben ist so unnütz. Ok, ich bin für meinen Mann da und helfe ihm wo ich kann, aber das ist ja irgendwie selbstverständlich. Dazu ist mein Selbstwertgefühl sehr gering, ich kann nichts, bin nichts, ich bin ein großes NICHTS. Wenn ich tot wäre, würde mich wohl kaum jemand vermissen. Ja schon, mein Mann und mein Bruder, aber selbst die wären vielleicht ohne mich sorgloser dran, denn beide machen sich immer Sorgen um mich. Wie kann man so ein vergeudetes Leben führen?
Quetiapin nehme ich im Moment nur zum Schlafen in einer Dosis von ca. 100 mg, hab auch schon nur 50 mg genommen bzw. wenn ich Stress habe dann nehme ich bis zu 400 mg. Hatte aber auch schon 1200 mg, das war krass. Nebenwirkungen bei niedriger Dosierung habe ich keine, aber ab 300/400 mg kann ich nachts nicht richtig atmen, weil die Nase so zu ist, dazu starke Sedierung. Ansonsten finde ich Quetiapin ganz gut.
Danke für Ihren Kommentar Prof. Klimke!
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 11 Monate von
Isa geändert.
ja, ich hab auch Strategien. Z.B. Musik hören, wenn die Stimmen wieder so laut werden.
Ich hoffe, du kommst heute dann doch noch zu Potte.
Alles Gute dir.
29/11/2019 um 18:10 Uhr als Antwort auf: Die neuen Leitlinien zur Behandlung von Psychose empfehlen nicht mehr Psychophar #71423Hallo @Lightness
du fühlst dich in die Ecke gedrängt und holst du zum Rundumschlag aus.
Aber alles was du schreibst, klingt voll psychotisch. Auch in dem Meckerthread. Ich verstehe es so, dass du keinem Arzt traust und uns hier auch nicht. Gibt es überhaupt jemanden, dem du vertraust und dem du glaubst, dass du Hilfe brauchst?
Du musst dich sehr alleine fühlen, sonst würdest du nicht all diese Dinge schreiben. Das tut mir sehr leid.
Können wir anderen dir irgendwie helfen durch dieses Forum? Ich glaube es nicht – leider. Du brauchst aber dringend Hilfe. Ich hoffe, dass @web450 eine Idee hat.
29/11/2019 um 9:57 Uhr als Antwort auf: Die neuen Leitlinien zur Behandlung von Psychose empfehlen nicht mehr Psychophar #71298@Lightness: glaubst du, dass ohne Medikamente das Immunsystem die Psychose bekämpft? Also, dass man nur lange genug warten muss, bis die Krankheitserreger, die die Psychose auslösen, vom Immunsystem ausgerottet werden? Das würde ja bedeuten, dass man gar keine Medis mehr braucht.
Das war 1981 und noch Jahre später. Jetzt gibt man freilich nicht mehr so viel.
Ich hatte Haldol hoch als auch niedrig dosiert. Hoch dosiert, 40 mg hat es mich voll aus den Latschen gekippt, einschließlich Robotergang, Blickkrämpfe, Akathisie, Müdigkeit, die aber nachlässt. Niedrig dosiert 2-3 mg merke ich nicht viel, hat mich gerettet im Sommer vor der Klinik. Ich nehme es nicht ungern, da es in der Regel sehr schnell hilft und Symptome flott weggehen. Als Dauermedi würde ich es nicht nehmen wollen. Du kannst es ja mal probieren. 1 mg ist nicht viel.
Schade, ich empfand Marcilie als sehr feinen Menschen, sehr reflektiert. Auch wenn er seine Diagnose anzweifelt, ist er hier doch willkommen und hätte sich auch nicht zurückhalten müssen.
Alles Gute für dich Marcilie!
Hallo @Arie falls du das doch noch liest: Schade, dass du dich durch ein bisschen Kritik so schnell aus der Bahn werfen lässt. Ich fand deine Rezepte und viele deiner Ansichten auch gut. Vielleicht kommst du ja doch wieder? Das wär schön. Ein wenig Abstand vom Forum ist aber sicher nicht verkehrt. Auf alle Fälle wünsche ich dir alles Gute!
Liebe @Arielle
Mir gefällt, was du über Ernährung schreibst. Ich bin auch so ein Zuckerjunkie und esse sehr viel ungesundes Zeug. Andererseits bin ich Vegetarierin aber dennoch esse ich sehr viel Zucker. Stevia mag ich leider nicht und die ganzen Süßstoffe sollen ja auch ungesund sein. Was ist denn Erythrit und Xylit? Ich frage mich, ob Süßstoffe nicht genauso schädlich sind wie Zucker. Manchmal nehme ich Honig zum Süßen und im Kaffee habe ich mir Zucker abgewöhnt, der schmeckt mir jetzt auch so.
Ich bewundere deine konsequente Ernährungshaltung und -durchführung. Werd mal deine Rezepte probieren. Ich hab zwar kein Übergewicht, bin aber trotzdem zu pummelig in meinen Augen und hab 10 kg zugenommen durch Neuroleptika. Du bist jetzt das beste Beispiel, dass man trotz NL abnehmen kann. Mir fehlt nur der richtige Biss und es hat noch nicht so Klick gemacht. Durch deine Posts wird mir aber immer klarer, wie wichtig eine bessere Ernährung wäre. Vielen Dank dafür!
Liebe Grüße, I.
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 11 Monate von
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