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Ich habe das oben gar nicht geschrieben @Gammelfleisch Du wirfst das was durcheinander
Ich bekomme Abilify maintena, d.h. 1x monatlich Depot und bin sehr zufrieden damit. Mich macht es weder nervös noch aggressiv, habe auch keine leichte Psychose, sondern war wegen schwerer Psychosen bereits 16 Mal oder mehr stationär. Habe fast alle Medis durch außer Amisulprid. Abilify ist für mich das Beste. Und ja, es stimmt, es flutet sehr langsam an, aber wegen Unruhe sollte man es trotzdem langsam einschleichen.
@Metalhead666 deine Erfahrung ist zwar interessant aber man kann die nicht pauschalisieren. Ich komme sehr gut zurecht mit Abilify. War seit über zwei Jahren nicht mehr stationär. Das ist ein Riesenfortschritt bei mir.-
Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 8 Monate von
Isa geändert.
Eigentlich ist die Dosis zum Einschleichen viel zu hoch. Mir wurde damals, als ich es bekommen habe, gesagt, dass man es sehr langsam einschleichen muss, um die Unruhe zu verhindern. Also beginnen mit 5 mg und dann nach einer Woche erhöhen. Aber vielleicht hast du ja Glück und verträgst es trotzdem. Das wünsche ich dir.
Ja @Koalabaer ich habe es total als Zwang empfunden. Kam ja nicht mehr raus aus der Geschichte, musste die Pillen vor den Augen des Pflegedienstes nehmen. Hab sogar mal geschummelt mit den Tabletten, aber das haben die bald gemerkt und es noch genauer kontrolliert. Das habe ich als sehr entwürdigend empfunden. Aber es war gut so, ich habe die Tabletten gebraucht. Auch ich habe Stimmen gehört, die mir ganz übles sagten und denen ich geglaubt habe. Diese Zwangsmaßnahme ist dennoch tausend Mal besser als in die Klinik zu müssen, auch wenn meine Klinikerfahrungen nicht alle schlecht waren. Im übrigen war der Pflegedienst nur ein paar Minuten da, die bekommen nur 3 Euro oder so für diesen Einsatz, also halten die sich nicht lange auf. Tabletten rein und weg.
Ich hatte auch schon den Pflegedienst, der mir zu Hause die Tabletten gegeben hat. Ich war genau wie du unter Druck, weil ich die Pillen eigentlich gar nicht nehmen wollte. Du willst sie ja wahrscheinlich auch nicht nehmen. Verstehe dich da sehr gut. Allerdings ist es auch eine Chance und Hilfe, wenn du die Medikamente unter Aufsicht nimmst. Ich hatte den Pflegedienst ein halbes Jahr, danach nahm ich die Pillen freiwillig.
Nur stillen wirst du dein Kind dann nicht mehr können, falls du das überhaupt tust, denn die Medis gehen natürlich in die Muttermilch über.
Und @sartorius hat recht: diese Krankheit lässt sich nicht aussitzen
Ich habe seit 4,5 Jahren Abilify. Es wurde in der Klinik sehr langsam eingeschlichen. Bis es richtig wirkt vergeht einige Zeit. In der Klinik nannten sie das anfluten. Die ersten Tage war mir ein bisschen übel, aber nicht sehr schlimm, das hat dann auch bald nachgelassen. Eigentlich habe ich kaum Nebenwirkungen, die schlimmste Nebenwirkung ist, dass ich 14 kg zugenommen habe. Ansonsten vertrage ich es gut. (Das sollte ich mir öfters sagen, wenn ich wieder absetzen will) Meine Dosis ist ca. 15 mg täglich, ca. deswegen, weil ich das Depot von Abilify bekomme (400 mg)
Du kannst es ja mal ausprobieren, aber wie auch Lisi schon schrieb, laaaaangsam einschleichen, sonst kann es leicht zu Unruhe kommen. Alles Gute dir!
23/02/2020 um 18:43 Uhr als Antwort auf: Damit später niemand sagen kann: "Oh! Das habe ich aber nicht gewusst!" #84343Danke Aqua fürs Teilen. Die Sprüche sind ja krass. Wahnsinn!
Liebe @Koalabaer
ich kenne deine Angst vor Klinik auch sehr gut und genauso deinen Widerwillen gegenüber den Medikamenten. Wenn du sie unregelmäßig nimmst, dann kann sich auch kein Spiegel aufbauen. Das ist auch der Grund warum ich Depot-Spritzen nehme. Weil ich auch nicht zuverlässig bin, was die Tabletteneinnahme betrifft. Inzwischen habe ich mich gut mit den Spritzen arrangiert, auch wenn ich noch manchmal damit hadere. Aber alles ist mir lieber als Klinik. Ich habe Abilify maintena, was alle 4 Wochen in der Klink gespritzt wird. Das kann aber auch ein niedergelassener Arzt machen.
Ich selbst war schon 16 Mal oder so stationär in meinem Leben und sehr oft in der Geschlossenen. Geschlossenen ist echt kein Zuckerschlecken, war dort im Isolierzimmer, das ist ziemlich schlimm. Aber wenn du auf eine offenen Station gehst, dann ist das ganz anders. Davor brauchst du keine Angst zu haben. Und wenn du freiwillig rein gehst, dann kannst du auch wieder gehen. Solltest du aber zu Selbstverletzungen neigen (was ich in deinen Posts im Dezember gelesen habe), dann kann es gut sein, dass sie dich auf die Akutstation stecken. So ist es mir jedenfalls ergangen. Will dir keine Angst machen, aber Selbstverletzung ist auch nicht gerade ungefährlich für dich.
Oder dass andere Patienten mein Kind wegnehmen
Könntest du denn dein Kind mitnehmen in die Klinik? Zum Jugendamt kann ich leider nicht sagen, aber vielleicht schreibt dir ja noch @Molly etwas dazu.
Alles Gute dir und liebe Grüße, I. :bye:
Ich hab Abilify Depot und Quetiapin. Wenn ich keinen Stress habe, dann wirkt die Kombi sehr gut. Wehe aber, ich bin gestresst, dann hilft das auch nicht mehr. Mein Arzt würde mir gerne noch Risperdal verschreiben, weil ich damit auch unter Stress stabil bin, aber ich mag nicht drei Medis und außerdem hatte das Risperdal unangenehme Nebenwirkungen.
Ich kenne das auch. In einer Kneipe wenn ich mich unterhalten möchte, dann stört mich die Geräuschkulisse gewaltig, kann mich oft nicht mehr konzentrieren auf das Gesagte, manchmal kann ich dann gar nicht mehr zuhören, weil ich so abgelenkt bin. Mit Stimmen ist es noch viel krasser, da kann ich auch nicht zuhören, wenn jemand mit mir spricht und es sogar still ist darum herum. Der Gegenüber ist dann manchmal genervt, wenn ich nachfrage oder etwas frage, was er/sie gerade erzählt hat. Wenn ich einem Podcast zuhöre dann kann ich mir kaum merken, was da gerade erzählt wird. Ob es an der Erkrankung oder an den Medis liegt, kann ich nicht sagen. Meine Halbschwester, die nicht erkrankt ist, hat das auch mit dem nicht Filtern können. Allerdings hat sie wohl ADHS.
Ich habe das Thema Krisenplan in der Gruppe in der PIA angesprochen. Wir haben dann alle so ein Formular gekommen, das man ausfüllen kann. Der ist für die Helferlein gedacht, wenn nichts mehr geht. Es steht auch z.B. darauf, was man nicht bekommen möchte an Medis im Notfall, was man nicht verträgt. Was man braucht, z.B. Ruhe und nicht-aggressives Verhalten der Helfer. Finde ich nicht schlecht. Ich selbst halte mich an so einen Krisenplan nicht, wohl aber die Helfer vor Ort. Ich kann quasi mitentscheiden über diesen Krisenplan, auch wenn ich in der Krise nicht mehr in der Lage dazu bin, irgendwelche „vernünftigen“ Entscheidungen zu treffen.
750mg am Tag dürfen nicht überschritten werden
Das ist ja krass. Ich hatte auf der Akutstation 1200 mg Seroquel plus Zyprexa 15 mg und dann noch Zopiclon, weil ich trotz der hohen Dosis nicht schlafen konnte. Oder vielleicht deswegen? Das war auch eine junge Ärztin, die mir das verordnet hatte.
Heute nehme ich zwischen 50 und 250 mg Quetiapin, je nachdem wie es mir geht. Ich habe relativ schnell, also über ein halbes Jahr reduziert. Zu dem Depot von Abilify reicht mir das vollkommen. Allerdings darf kein Stress dazukommen.
Wenn ich im Halbschlaf Halluzinationen habe, denke ich es ist alles real- Gestalten in schwarz- merke aber gleichzeitig, dass es ein Traum ist-klingt ambivalent, ist es auch- und das Schlimmste dabei ist, dass ich bewegungsunfähig bin. Kann nicht mal einen kleinen Finger rühren und habe gewaltig Angst. Die Bewegungsunfähigkeit ist schauerlich.
Kommt vielleicht darauf an, wie krank man ist. Zu mir sagen die Ärzte auch immer, ich sei schwer krank, aber wenn ich mich mit anderen vergleiche, dann geht es mir doch nicht so schlecht, vor allem wenn ich eine gute Phase habe. Gestern habe ich nach der Therapie eine Frau gesehen, die war so schlecht beinander, man hat ihr die Krankheit von weitem angesehen, obwohl sie kein Wort gesagt hat. Ich wasche mich, wirke, hoffentlich, gepflegt und ich sehe bis auf meinen Tremor glaub ich ganz normal aus. Diese Frau gestern, die hat mich erschreckt, weil genau vor ihrem Aussehen fürchte ich mich. Ich werde hoffentlich nie so aussehen. Sie machte einen sehr kranken Eindruck.
In meiner Gruppe wirken die meisten auch normal, erst wenn sie den Mund aufmachen merkt man es vielleicht. Aber auch nur, weil ich sensibilisiert gegenüber unserer Erkrankung bin. An Therapieresistenz glaube ich nicht. Mir hilft die Therapie und auch die Medis, meistens jedenfalls.
Ich bekomme das Depot von Abilify und komme sehr gut damit zurecht. Allerdings habe ich 14 kg damit zugenommen, was angeblich bei Abilify nicht der Fall sein soll. Am Anfang hatte ich auch Kopfschmerzen und Übelkeit, was sich aber nach ein paar Tagen gelegt hat. Außerdem bekam ich einen Tremor der Hand zeitgleich mit Beginn der Behandlung, der aber angeblich nichts mit dem Abilify zu tun hat. Zur Zeit plagt der mich wieder sehr, obwohl er erst besser wurde durch Ergotherapie. Ansonsten finde ich Abilify sehr gut. Bekomme noch Quetiapin dazu.
Lieber @Metalhead666
toll, dass dir das Haldol so gut hilft. Ich empfand es auch als sehr hilfreich. Vor allem weil es schnell wirkt, man muss nicht wochenlang warten, bis es hilft. Willst du es dauerhaft nehmen oder vorübergehend? Vor Spätdyskinesien habe ich auch Angst. Deshalb nehme ich es nur in Akutphasen, danach nicht mehr.
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Diese Antwort wurde vor 5 Jahren, 8 Monate von
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