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Hallo Lyvendia,
hast du schon eine Diagnose, oder sind solche Symptome neu für dich? Wenn das Ganze neu für dich ist, könntest du ja vorsorglich mal einen Termin bei einem Psychiater ausmachen. Am besten wäre es natürlich, wenn er auch Neurologe wäre. Wenn du ansonsten deinen Alltag bewältigen kannst, würde ich mir erst einmal keine großen Sorgen machen. Aber vorsichtshalber solltest du mal einen Termin bei einem Facharzt ausmachen. Besser einmal zu viel als zu wenig.
„Fringe“ habe ich mir früher gerne angesehen. Die Doppelrolle des Wissenschaftlers (habe jetzt den Namen vergessen) fand ich gut gemacht. Die Idee eines Paralleluniversums, dass sich in manchen Details von unserem unterscheidet, fand ich auch nicht schlecht. „Eureka“ fand ich auch gut. Ach ja, und meine absolute Lieblingsserie aus den 90ern, „Babylon 5“.
Manchmal sehe ich beim Lesen auch verschwommen, manchmal aber nicht. Das ist ein wenig seltsam. Ich bin kurzsichtig und habe jetzt neben meiner normalen Brille auch eine Lesebrille. Bis jetzt habe ich mir wenig Gedanken gemacht, dass das so wechselt. Ich dachte, das ist vielleicht eine Überanstrengung der Augen.
07/02/2020 um 20:22 Uhr als Antwort auf: Macht hier jemand Heimarbeit? (Homeoffice oder ähnliches) #82120Hallo,
die Themen, die ich bearbeite, sind Archäologie und Geschichte. Ich arbeite nach vorgegebenen Themen, oder biete Themen an, die dann genommen werden oder nicht. Es waren Zeitschriften über Geschichte, für die ich gearbeitet habe, also populärwissenschaftlich. Deshalb muss ich nicht irgendeinen Ort aufsuchen, um zu recherchieren, ich kann das von zu Hause aus machen. Ich muss natürlich an Publikationen herankommen. Hauptberuflich habe ich in einem ähnlichen Bereich gearbeitet, als Autor bin ich aber eigentlich Seiteneinsteiger.
Mal sehen, ob ich was finde. Die Bezahlung war halt bisher sagen wir mal ausbaufähig. Und man muss natürlich Termine einhalten. Ich bin da zufällig dazu gekommen, ich habe auf eine Internetanzeige geantwortet. Ich weiß halt nicht, ob ich den nötigen Antrieb aufbringen kann, da mir natürlich niemand sagt, ich soll jetzt zu arbeiten anfangen. Das wird am Anfang sicher schwierig. Allerdings weiß ich inzwischen, was für ein Pensum ich pro Tag schaffe, und wann ich anfangen muss, um den Termin einzuhalten. Na ja, mal sehen.
Die Erklärungen, warum bei bestimmter Ernährung angeblich die Symptome von Schizophrenie verschwinden, finde ich ehrlich gesagt auch etwas an den Haaren herbeigezogen. Ich habe mal von einer Studie gelesen, die offenbar in Papua Neuguinea durchgeführt wurde (https://www.zeit.de/2001/18/Zersplittertes_Ich/seite-3). Da wurden indigene Völker untersucht, die noch traditionell lebten, und Stämme, die schon Kontakt mit der Außenwelt hatten. Erstere hatten einen sehr niedrigen Schizophrenie-Anteil (einer von 60000 glaube ich), bei den Letzteren steig der Anteil sprunghaft an.
Der Zeitartikel erwähnt eine Infektionstheorie, aber es wurde auch versucht, eine Änderung der Essgewohnheiten als Grund heranzuziehen. Genaues weiß man nicht. Ich jedenfalls versuche mich Glutenarm und Zuckerarm zu ernähren, Milch kaufe ich auch nicht, allerdings Käse, Wurst und Fleisch. Dafür esse ich mehr Gemüse, wenn ich auch aus Faulheit meist auf Tiefgefrorenes zurückgreife. Glutenfreies Brot gibt es mittlerweile auch bei Aldi, wenngleich das von Schär wahrscheinlich gesünder ist (Rewe, Kaufland). Die Kosten für die Ernährung sind allerdings etwas in die Höhe gegangen. Ich mache das jetzt seit etwa 3 Jahren und meine Gesundheit hat nicht darunter gelitten, nur einen B12-Mangel hat man festgestellt, aber der kann auch altersbedingt sein (bin 50). Ich werde jedenfalls bei meiner Ernährung bleiben, geschadet hat es mir nicht.
Eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig, aber ich würde einen Psychiater aufsuchen. Du kannst ihm die Lage ja so erklären, wie du es geschrieben hast. Es könnte natürlich sein, dass er dir eine niedrige Dosis Neuroleptika zur Prophylaxe verschreibt. Und es ist die Frage, ob du damit dein Pensum weiterhin schaffst. Du sagst ja selbst, dass du deinen Stresslevel reduzieren solltest. Ich würde beides machen. Sowohl den Stresslevel reduzieren, als auch einen Psychiater aufsuchen.
Nervosität und innere Unruhe müssen aber kein Anzeichen sein, aber es ist ein Warnschuss, dass du so nicht weitermachen solltest. Aber vielleicht schaffst du es ja ohne Prophylaktische Dosis. Ich drücke dir die Daumen.
Danke für die Antworten. Momentan versuche ich solche Situationen zu vermeiden, was natürlich auch keine Lösung ist.
@ypsilon
Bei mir war es im Alter von 24, als ich die Krise hatte. Meine Schizophrenie brach im Alter von 32 Jahren aus. Ich konnte dann noch eine Weile arbeiten, aber mit Unterbrechungen. Zum Glück für mich hatte ich immer nur zeitlich begrenzte Projekte, nach denen ich mich wieder erholen konnte. Die letzte Arbeit hatte ich im Jahr 2009 mit 39. Danach war ich nur als Autor tätig, aber da kam nicht viel dabei rum. Schließlich landete ich 2010 und 2011 in der Klinik, und kurz danach im selben Jahr kam der Antrag auf Erwerbsminderungsrente in Gang. Das hatte mir damals die ARGE geraten. Seitdem bin habe ich die Rente, hatte aber bis 2017 noch kleinere Schreibaufträge für ein Magazin. Das möchte ich vielleicht wieder aufnehmen, dass ich über die Verdienstgrenze komme, darüber brauche ich mir wohl keine Sorgen machen. Schreiben tue ich immer noch ab und zu, aber mittlerweile ist das nur noch eine Art Hobby.
Ich weiß leider nicht mehr, woher ich diese Information habe. Gerade habe ich gelesen, dass als Erhaltungsdosis wohl 200-450mg empfohlen wird, 750mg am Tag dürfen nicht überschritten werden. Ich glaube, es war eine junge Ärztin, bei der ich einmal in einem Krisenfall war, die mir das erzählt hat.
Bei mir kam es auch zu einer Krise, als ich Quetiapin reduzierte. Im Krankenhaus 2011 habe ich glaube ich 700 oder 800mg bekommen, dann längere Zeit 500 oder 600mg, genauer weiß ich es nicht mehr. Als ich letztes Jahr versuchte, auf 400mg zu reduzieren, hatte ich ebenfalls eine Krise. Jetzt nehme ich 500mg am Tag. Mein Hauptmedikament ist aber Risperidon, 6mg am Tag. Quetiapin wirkt leider nur in hohen Dosen antipsychotisch, ich glaube, die Grenze liegt ungefähr bei 500mg am Tag, ab der es wirkt. Darunter beruhigt es wohl nur, und macht schläfrig. Aber das wird bei jedem anders sein.
Arte-Dokumentation über das Reich von Kusch im heutigen Sudan:
https://www.youtube.com/watch?v=g6LsZFcxgUM
Mit opulenten Bildern werden die von Staudammprojekten bedrohten archäologischen Fundstätten des alten Kusch gezeigt. Beeindruckend ist z. B. „Meroe“ mit seinen Pyramiden, aber auch andere Fundstätten werden gezeigt.
Wenn ich mir Texte von mir vor oder zu Beginn meiner Schizophrenie ansehe, merke ich, dass ich damals komplizierte Gedankengänge viel besser verarbeiten konnte. Heute kann ich zwar auch z. B. ein längeres Kapitel schreiben, aber da sitze ich dann mehrere Tage dran. Ich merke aber auch, dass das Schreiben mein Gehirn trainiert. Mein Therapeut bestärkt mich immer darin, mit dem Schreiben weiter zu machen. Wenn ich das Schreiben nicht hätte, sähe es mit meinen geistigen Fähigkeiten wahrscheinlich viel schlimmer aus. Vielleicht suchst du dir eine Beschäftigung, die dein Gehirn trainiert. Es muss ja nicht unbedingt schreiben sein.
14/01/2020 um 19:40 Uhr als Antwort auf: Welches Neuroleptikum in Kombination mit Risperidon? #78136Danke für die Antworten. Ich wollte nur mal vorfühlen, dass ich das mit dem Arzt besprechen muss, ist mir klar. Wie ich schon geschrieben habe, reicht Risperidon alleine nicht aus. An Medikamenten habe ich schon Amisulprid (alleine), Zyprexa (alleine), Zeldox (alleine) und eben Risperidon und Quetiapin (in Kombination) probiert. Zur Zeit kränkel ich ein bischen, da kann ich sowieso nicht mit meinen Medikamenten experimentieren.
Mir hilft das Forum auf jedem Fall. Natürlich weiß man nicht, wer am anderen Ende sitzt, aber es scheint ja so zu sein, dass hier sozusagen alle Schichten der Gesellschaft vertreten sind. Das hilft ein wenig, die Krankheit auch aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Und man merkt auch, was manchen offenbar hilft, damit mehr oder weniger zurecht zu kommen. Und wenn man schlechte Tage hat, kann man sich hier austauschen. Und natürlich anderen helfen, wenn man gerade gut drauf ist. Ich bin in einigen Foren unterwegs, und ich finde es schade, dass sich aus manchen die Nutzer zurückziehen. Die sind wohl jetzt auf Facebook oder Instagram. Nur dieses Forum, einige wenige andere, und die Linux-Foren scheinen immun zu sein.
Ich bin nicht ganz auf der Höhe der Zeit, wohin die alle abwandern, aber im Netz sich anonym auszutauschen, finde ich eine gute Sache, so lange sie nicht missbraucht wird. Es bilden sich aber auch neue Foren, wie ich letzthin gesehen habe. Also scheint die Forenkultur nicht ganz auszusterben. Natürlich gibt es leicht Missverständnisse, wenn man nur mit Textnachrichten kommuniziert, aber der Austausch hier im Forum ist ja recht freundschaftlich, mit wenigen Außnahmen. Und die Admins hier scheinen ja auf Zack zu sein. Langer Rede kurzer Sinn: Mir würde etwas fehlen, wenn es das Forum nicht mehr gäbe.
@Fubu23
Als ich noch Amisulprid als einziges Neuroleptika genommen habe, habe ich regelmäßig Johanniskrauttabletten konsumiert. Das half gegen trübe Stimmung und gegen Stress bei der Arbeit. Da ich aber jetzt zwei Neuroleptika nehme, habe ich es vor mehr als 8 Jahren abgesetzt. Johanniskraut fördert den Leberstoffwechsel und Medikamente werden im Körper schneller abgebaut. Das gilt auch für Neuroleptika. Daher vorher lieber den Arzt fragen. Mein jetziger Psychiater hat mir von der Einnahme abgeraten.
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