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Ich konnte das Rauchen zumindest etwas reduzieren. Das Resultat war, das ich mit der Dosis von Quetiapin etwas heruntergehen konnte. Man sollte das Aufhören mit seinem Psychiater absprechen. Denn ich hatte als Folge des reduzierten Zigarettenkonsums Benommenheitszustände, das Quetiapin wirkte offenbar plötzlich stärker. Das muss natürlich nicht jedem passieren, aber wenn man aufhören will, sollte man das seinem Psychiater mitteilen. Das Gute an der Sache ist, dass man nach dem Aufhören möglicherweise mit weniger Medikamenten auskommt. Aber das ist wohl bei jedem anders, ob es eine allgemein gültige Regel gibt, weiß ich nicht.
Dachte ich eigentlich auch. Auf meinen Bescheiden vom Sozialamt stand jedenfalls „Grundsicherung“ drauf, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich wollte noch was zur Grundsicherung hinzufügen. Von den Ämtern wird der Begriff „Grundsicherung“ wohl sowohl für die Leistungen des Sozialamtes als auch für „Arbeitslosengeld 2 “ verwendet, wenn ich den Wikipediaartikel richtig verstanden habe.
Hallo equites,
dass deiner Mutter etwas von ihrem Einkommen gestrichen wird, halte ich für ein Gerücht. Ihr werdet aber wahrscheinlich zusammen als sog. „Bedarfsgemeinschaft“ eingestuft werden. Das heißt, das Einkommen deiner Mutter und das Kindergeld wird auf das Arbeitslosengeld 2 angerechnet. Du bekommst dann nicht den vollen Satz, sondern etwas weniger. Ich weiß ja nicht, wieviel deine Mutter verdient, aber wahrscheinlich werdet ihr mit ALG 2 zusammen mehr Geld zur Verfügung haben, als ohne. Die Berechnung läuft so ab, dass euch beiden zusammen ein bestimmter Satz Geld pro Monat zugestanden wird. Dann betrachtet sich das Amt das Einkommen deiner Mutter zusammen mit dem Kindergeld, und wenn dieser Betrag kleiner ist, als der Satz, den das Amt euch zusammen zugesteht, dann bekommst du vom Amt noch etwas ausgezahlt. Wenn deine Mutter ein regelmäßiges Monatseinkommen hat, dürfte das Ganze nicht sehr kompliziert sein. Das Mißverständniss mit dem Weihnachtsgeld kommt daher, weil ihr das angeben müsst, und du bekommst dann in diesem Monat etwas weniger ausgezahlt. Aber um herauszufinden, ob sich für dich ALG 2 lohnt, wäre eine Beratung nötig. Die Ämter sind aber auch bei der Grundsicherung, die ja wie gesagt vom Sozialamt gezahlt wird, knausrig. Die Berechnungsgrundlagen dürften die gleichen sein. Der einzige Unterschied ist, dass du keine Sanktionen vom Amt befürchten müsstest, da die Grundsicherung ja bei Arbeitsunfähigkeit gezahlt wird.
Hallo equites,
ich kann nur erzählen, wie es bei mir abgelaufen ist, bin auch kein Experte. Ich bezog von 2009 bis 2011 Hartz IV (Arbeitslosengeld 2) und landete 2010/2011 zweimal in der Klinik. Ich entschloss mich dann meiner Sachbearbeiterin von der ARGE von meiner Schizophrenie zu erzählen. Die Inititiative ging dann, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, von ihr aus. Sie erzählte mir dann von der Möglichkeit einer Erwerbsminderungsrente und mein Psychiater schrieb glaube ich ein kurzes Gutachten, aber ich musste auch bei einem vom Amt bestimmten fremden Psychiater antanzen, der mich untersuchte. So weit ich mich erinnere, konnte ich recht frei erzählen, es war nicht sehr schlimm. Das Rentenamt war nerviger, da ich meine ganzen Unterlagen zusammensuchen musste, und aufpassen musste, das nichts fehlte.
Der erste Schritt, den du machen könntest, dass der Grad der Behinderung bei dir untersucht wird. Ich habe einen Behindertenausweis mit 50 % Grad der Behinderung. Du könntest deinen Psychiater fragen, wie man da vorgeht. Bei der Untersuchung bei dem Gutachter wurde bei mir festgestellt, das ich nicht mehr als 3 Stunden pro Tag arbeiten kann. So ein Gutachten ist die Voraussetzung für die Grundsicherung, die ja vom Sozialamt gezahlt wird, im Unterschied zu dem Arbeitslosengeld 2, das von der ARGE gezahlt wird.
Also an deiner Stelle würde ich zuerst zur ARGE gehen und einen Antrag auf ALG 2 stellen, da kommst du am schnellsten zu Geld. Du hast dann einen Termin bei deiner Sachbearbeiterin, und der würde ich offen dein Problem schildern. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, bist du ja erst von der Klinik draußen, da würde ich noch nichts überstürzen. Das mit der ARGE kannst du ja immer noch machen, wenn du etwas stabiler bist. Beratungen zur Grundsicherung und Hartz 4 bietet zum Beispiel die Gewerkschaft Verdi an. Im Netz gibt es diese Seite: https://www.hartz4.org/beratung/#Gibt_es_auch_eine_Hartz-4-Beratung_am_Telefon
Ich hoffe, ich habe dich nicht noch mehr verwirrt.
Ich habe gerade gesehen, es gibt immer noch einen Link zu Erweiterung für LibreOffice. Du kannst ja ausprobieren, ob „Language Tool“ auch ohne „Premium-Funktionen“ funktioniert. Es ist schon eine Weile her, das ich es benutzt habe, jetzt dürfte es etwas ausgereifter sein (https://languagetool.org/de/). Um die Erweiterung für LibreOffice zu finden, musst du etwas weiter herunterscrollen. Damals habe ich mir auch die kostenlose Variante heruntergeladen. Falls du mit LibreOffice noch nicht gearbeitet hast, es ist fast wie Word. So weit ich weiß, gibt es eine kostenlose Linux, Mac und Windows-Variante.
Benutzt du Word oder LibreOffice? LibreOffice ist ja kostenlos und hat eine integrierte Rechtschreibprüfung. Früher gab es die Erweiterung „Language Tool“, die auch Grammatikfehler finden konnte, aber wie ich jetzt gesehen habe, kostet „Language Tool“ neuerdings auch was. Aber es gibt ein Online-Eingabefenster, wo man kostenlos Texte prüfen kann. So was ähnliches benutzt du wahrscheinlich.
Ich habe gerade gesehen, dass er doch ein wenig mehr nimmt, aber es ist immer noch billiger als bei anderen (digibuchservice.de; Mail: dbs@digibuchservice.de). Es sind 1 Euro plus Mehrwertsteuer pro angefangene 1000 Zeichen. Ich hätte dir eine PM geschickt, aber ich bin auch noch nicht lange hier und bekomme das irgendwie nicht hin. Meine Lektorin lektoriert vor allem Wissenschaftliche Texte (sie nimmt vergleichbare Honorare), daher ist diese Seite vielleicht das beste für dich. Siegfried ist auf Selfpublisher spezialisiert.
Hallo,
vielleicht kennst du ja auch den Print on Demand Dienstleister BoD. Die haben ein Forum (www.bod.de/autorenpool/), da kann man sich auch anmelden, auch wenn man kein Autor bei BoD ist. Da gibt es einen User mit dem Namen „Siegfried“, der so weit ich weiß, auch Lektorat für billiges Geld anbietet, aber sehr professionell durchführt. Ich glaube ungefähr 50 Euro für 100 Seiten oder so, kann auch mehr sein. Du kannst dir seine Posts ja mal ansehen, die sind glaube ich auch sichtbar, wenn man sich nicht registriert hat. Ich selbst lasse meine Veröffentlichungen von einer Bekannten lektorieren, die das auch beruflich macht, aber die macht das auch nicht umsonst.
Hallo equites,
ich würde an deiner Stelle dranbleiben. Ich selbst habe eher mit Sachtexten Erfahrung. Ich habe lange Jahre für ein Magazin nebenberuflich Artikel verfasst. Ich hatte auch schon mit Buchverlagen zu tun, momentan aber eher mit Print on Demand Diensten. Allerdings dauert es bei mir immer eine Weile, bis ein Projekt fertig ist, da die Medikamente meine Konzentration ziemlich schwächen. Ich weiß ja nicht, ob du das Manuskript veröffentlichen willst, aber wenn es im Internet heist: „Autoren gesucht“, dann lieber die Finger davon lassen. Vielleicht hast du ja schon von diesen Druckkostenzuschußverlagen gehört. Seriöse Verlage oder Literaturagenten verlangen in der Regel erst ein Expose bevor sie das Manuskript annehmen.
P. S. @Equites:
Habe ich das richtig gelesen, dass du an einem Buch schreibst? Ich habe bei meiner ersten Psychose meine Erfahrungen aufgeschrieben (damals noch auf einem 486er Laptop), das hat mir sehr geholfen, dass alles zu verarbeiten. Und natürlich auch die Therapie. Ich würde an deiner Stelle an meinen Träumen festhalten, du kannst nie wissen, was das Leben an Positiven vielleicht für dich noch bereithält.
Hast du schon einmal von den „Soteria“-Einrichtungen gehört? Ich selbst habe mich noch nicht näher damit befasst, aber soweit ich weiß, werden da vor allem junge Menschen behandelt, die zum erstenmal eine Psychose haben. Man versucht, so weit wie möglich auf Medikamente zu verzichten, so wie ich das verstanden habe, gibt es auch keine Zwangsmaßnahmen. Einfach nach „Soteria“ googeln. Du kannst ja auch mal deinen Arzt darauf ansprechen. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine Psychotherapie bei der Krankenkasse zu beantragen. Bei mir lief das so, dass mein Psychiater mir einen Therapeut vermittelt hat und der dann den Antrag bei der Kasse gestellt hat. In der Regel werden 25 Sitzungen auf einmal bewilligt (bei gesetzlichen Krankenkassen).
Hallo equites,
wie lange hast du die Medikamente in der Klinik eingenommen? Bis Neuroleptika wirken, dauert es eine Weile. Es gäbe da noch eine Reihe weiterer Medikamente, die man verabreichen könnte, z. B. Amisulprid (meist weniger Negativsymptome bei niedriger Dosierung), Quetiapin (wirkt meines Erachtens nicht so gut bei einer akuten Psychose, stabilisiert aber die Stimmung und hilft bei Einschlafschwierigkeiten), Zyprexa (hilft sehr gut bei akuter Psychose, man hat aber heftige Negativsymptome) oder Abilify (habe ich noch nicht bekommen, bei niedriger Dosierung soll man aber weniger Negativsymptome haben).
Ich habe die gleiche Diagnose bekommen wie du (paranoide Schizophrenie), dazu kommt bei mir noch eine Winterdepression, die ich regelmäßig in der dunklen Jahreszeit habe. Bei mir wirkt Risperdal allerdings recht gut. Daneben bekomme ich noch Quetiapin. Jeder reagiert anders auf Neuroleptika, daher muß man am Anfang bei den Medikamenten oft ein wenig herumprobieren. Für die Patienten bedeutet das natürlich eine Verlängerung der Leidensgeschichte, aber ist am Anfang unvermeidbar. Ich hoffe, dir geht es bald besser.
Amisulprid habe ich auch gut vertragen. Leider wirkte es irgendwann nicht mehr. Heute nehme ich Quetiapin und Risperidon und habe seit der Änderung der Medikation 2011 immer noch mit Negativsymptomen zu kämpfen. Es ist aber ein wenig besser geworden im Laufe der Jahre. Körperpflege und Wohnung putzen sind immer noch ein kleines Problem. Aber beides ist wie gesagt, etwas besser geworden.
Ich glaube so was sollte ich auch machen. Ich bin heute morgen früher als sonst aufgestanden und wollte die Medikamente aber trotzdem zur gleichen Uhrzeit nehmen, das habe ich dann wohl vergessen. Nachdem ich jetzt die Nachtmedikamente genommen habe, scheint die Unruhe verschwunden zu sein.
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