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Ich hatte mal eine Phase vor etwa 15 Jahren, da ging es mir richtig gut und ich nahm nur 200mg Amisulprid, nicht mehr. Eines Tages, als ich gerade wieder bei einem Projekt auswärts mitarbeitete vergaß ich für genug Tabletten zu sorgen. Ich nahm 3 Wochen lang keine Medikamente. Einen großen Unterschied merkte ich nicht. Heute könnte ich das nicht mehr machen.
In den letzten 12 Monaten habe ich versucht etwas zu reduzieren, aber wie ich ja schon früher gepostet habe, ging das schief. Das Resultat ist immerhin, das ich nun 500 statt 600mg Quetiapin nehme, das Risperidon ist mit 6mg gleich geblieben.
Ich finde, es ist schon sehr hilfreich, wenn man weiß, das da draußen noch mehr Menschen sind, die ähnliche Erfahrungen machen oder gemacht haben. Kurz nach meiner ersten Psychose 2002 kannte ich so was noch gar nicht, damals hatte ich nur meinen Therapeuten als Stütze. Aber der hat mir sehr geholfen. Ich bin erst um 2010 herum auf die ersten Foren gestoßen, damals glaube ich war es ein österreichisches Forum, ich glaube es hieß „psychose-online“ oder so ähnlich. Da war auch eine Psychologin involviert. Aber das gibt es seit einigen Jahren nicht mehr.
Bestimmte Situationen in der Öffentlichkeit sind bei mir auch angstbesetzt. Aber wohldosiert kann ich so was durchaus aufnehmen. Zu Beginn meiner Psychose 2001 hatte ich auch Angstattacken. Das hat sich bei mir irgendwann mit den Medikamenten gebessert. Es gibt ein Medikament mit Namen Lyrica oder so ähnlich. Bei mir hat es allerdings heftige Nebenwirkungen produziert. In der Klinik 2011 habe ich Tavor bekommen. Dann hatte ich Melperon als Bedarfsmedikament, dann wieder Tavor. Schließlich meinte meine damalige Psychiaterin, ich müsste von Tavor wegkommen. Nach einigen Monaten langsamer Reduktion schaffte ich das auch. Was ich überhaupt nicht vertrage, ist eine volle Kneipe. Ich trinke ja nichts, und da ist es doppelt schwer, so was auszuhalten. Langer Rede, kurzer Sinn: Angstattacken müssen kein Dauerzustand sein.
Also ich habe mal mehr mal weniger paranoide Gedanken. Oft kann ich nur davon Abstand nehmen, wenn ich darüber rede, oder wenn ich mal raus gehe. Manchmal verschwinden die Gedanken von selber. Man darf eben nicht darauf eingehen. Wenn ich darüber rede, merke ich selber, wie lächerlich solche Gedanken klingen. Aber ich hocke fast nur in der Bude, und da ist es schwierig, nicht solche Gedanken zu bekommen. In letzter Zeit gehe ich häufiger raus, das hilft ein wenig.
Ich nehme zur Zeit 6mg Risperidon und 500mg Quetiapin. Ein paar Monate habe ich es mit 400mg Quetiapin probiert, aber vor ungefähr 5 Tagen habe ich es erhöht. Ich war auch beim Arzt, und der meinte, das es ein paar Tage dauern kann, bis ich die Wirkung spüre. Mal sehen.
Helfen eigentlich Medikamente auch gegen eingebildete Geräusche? Ich würde gerne eure Erfahrungen dazu hören. Ich habe versucht, das Ticken mit dem Handy aufzunehmen, an zwei verschiedenen Orten des Zimmers. Aber kein Ergebnis. Also das Ticken war da, aber das Handy hat es nicht aufgenommen.
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Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monate von
Digger22 geändert.
Ich wollte noch hinzufügen, dass mein erbliches Zittern nicht mit dem Alkoholikerzittern verwandt ist. Ich habe es seit der Pupertät. Ein Neurologe sagte mir, dass es nicht gefährlich ist. Seltsamerweise hilft da angeblich ein Medikament, dass eigentlich nur für Epilepsie zugelassen ist. Mein Vater hatte es, und meine Schwester hat seit der Kindheit Epilepsie. Auch das Zittern, das von Neuroleptika kommt, muss, soweit ich weiß, nicht behandelt werden. Es ist halt nur sehr lästig.
Das Phänomen ist bekannt bei Neuroleptika. Es gibt sogar ein Medikament, das dann verordnet werden kann. Leider weiß ich den Namen nicht auswendig. Aber dein Psychiater müsste es wissen. Ich bin, was Zittern angeht, erblich vorbelastet. Dazu kommen noch die Neuroleptikas. Aber ich nehme trotzdem kein Medikament, da ich eh schon genug nehme. Mein erbliches Zittern verschwindet bei Alkoholkonsum. Da ich aber nichts mehr trinke, muss ich wohl damit leben.
Danke für den Link. Mein Tinitus ist nicht angeboren, er kommt von einem Unfall, den ich als Kind hatte. Irgendwie funktioniert die Methode bei mir nicht, aber wahrscheinlich habe ich es nicht richtig gemacht. Wenn ich nicht dran denke, ist er in der Regel weg.
Ich muss mich schon lange äußeren Reizen nur wohldosiert aussetzen. Meistens klappt es, aber manchmal wird es zu viel. Meine Schwester meint, ich solle immer mal wieder „trainieren“, aber ich fürchte, das hilft nicht. Komisch ist, das offenbar nur manche Schizophrene darunter leiden. Ob das oft kommt, wenn man die Krankheit länger hat? Wenn ich hier so lese, was manche alles machen, trotz Krankheit, finde ich das sehr erstaunlich. Aber offenbar muss dieses Symptom nicht unbedingt kommen.
Akupunktur kommt ja soviel ich weiß aus der chinesischen Medizin. Mir selbst wurde es nur einmal bei meinem Tinitus angeboten. Aber ich bin nicht darauf eingegangen, weil der Tinitus nur manchmal laut ist. Aber ich fürchte, bei so etwas komplexen wie Schizophrenie gibt es keine einfachen Lösungen. Aber ich kann mir vorstellen, das es hilft, zu entspannen.
22/09/2019 um 17:15 Uhr als Antwort auf: Medikamente, die Herzrhythmusstörungen und Schlimmeres auslösen können #59643Mein Psychiater sagte wohl etwas von einem EKG alle 3 bis 6 Monate. Mehr weiß ich auch nicht. Die letzte Nacht bei mir war übrigens ruhig, ich habe Quetiapin um 100mg erhöht. Da das geholfen hat, scheint es doch nur stressbedingt gewesen zu sein.
21/09/2019 um 23:02 Uhr als Antwort auf: Medikamente, die Herzrhythmusstörungen und Schlimmeres auslösen können #59521Zufällig war ich heute wegen plötzlich auftretenden starken Herzschlages in der Nacht beim Arzt. Ist letzte Nacht zwei bis dreimal für wenige Sekunden aufgetreten, dann war es wieder weg. Das EKG war unauffällig, auch keine Verlängerung des QT-Intervalles. Ich nehme ja 2 Neuroleptika. Es kommt immer drauf an, welchen Arzt man erwischt. Ich hatte das schon mal im Juni, da hatte mich die Vertretung meines Hausarztes abgewimmelt. Es ist auch irgendwann verschwunden. Momentan habe ich offenbar wieder so eine Schwankung, wo Symptome aufgetreten sind, da stand ich etwas unter Stress. Jetzt soll ich zu meinem Hausarzt gehen.
Ich nehme seit gestern 100mg Quetiapin mehr, also nicht mehr 400, sondern 500mg am Tag. Das ist immer noch 100mg niedriger, als die Dosis, die ich lange Zeit genommen habe. Mein Hauptmedikament ist Risperidon, 6mg am Tag.
Ich höre es eigentlich nur, wenn ich auf der Couch sitze und im Netz surfe. Bei meinem letzten Schub habe ich mich fürs surfen vom PC, der in einem anderen Zimmer steht, auf die Couch zurückgezogen. Der letzte Schub hat mit nervigen Geräuschen von der Nachbarwohnung angefangen. Die eigentliche Ursache war aber eine Medikamentenreduktion. Auf der Couch kann ich gemütlich Youtube-Videos schauen, deshalb habe ich das beibehalten. Es ist auch besser für meinen Rücken. Ich habe seither weniger Beschwerden diesbezüglich.
Wie dem auch sei, wenn ich am PC sitze, habe ich bis jetzt die Geräusche nicht wahrgenommen. Nur wenn ich mit dem Notebook auf der Couch sitze. Wenn ich mir das einbilde, frage ich mich, was mein psychotisches ich mir sagen will.
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Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 2 Monate von
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