Cellardoor

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  • als Antwort auf: Wahninhalte. #226328

    Hallo @kadaj :bye:

    Verantwortungsfrage: „Gott ist tot, Wir haben ihn getötet“!?

    Logische Frage: „Wenn Gott tot ist, kann er dann noch sprechen?“ :-)

    Bevor es hier jetzt noch in Blasphemie ausartet, lieber zurück  zum Sartre und Heidegger.

    Oh man, ich kannte Sartres Hauptwerk noch nicht einmal vom Hören-Sagen. In der Schule hatten wir nur „Der Existenzialismus ist ein Humanismus“ gelesen. Phänomenologische Ontologie klingt aber stark nach einem versuchten Gottesbeweis? Ist das möglich?

    „Seiendes“ und „Sein“…das erst spielt im Präsens, das andere ist ein Infinitiv. Das eine soll wohl beschreiben, was gerade ist, während Sein etwas zum Ausdruck bringen möchte, was sich schwer in Worte fassen lässt, quasi den Grundzustand vom Seienden. 

    Was Heidegger mit Hitler zu tun hat, weiß ich leider – oder auch zum Glück – nicht. Und weil ich etwas von Heidegger lesen möchte, sympathisiere ich nicht gleich automatisch mit Hitler – im Gegenteil! Von dem mag ich mich gerne distanzieren.

    .. mit meiner Oma bin ich mir einig. „Die ganze Welt ist ein Irrenhaus und hier ist die Zentrale“.

    Deine Oma und du seid mir sympathisch! :good:

    zwischen Herz und Herz gibt es keine Dummheit, sondern allein Wahrheit, selbst im größten Wahn.

    Das ist ein sehr schöner Satz!

    Liebe Grüße zurück an dich, kadaj und an alle, die sich noch trauen, hier mitzulesen :heart:

     


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #226293

    @sartorius Ich glaube, dass man „Heidegger“ nicht mit einem „@“ im Forum markieren muss. ;-) Ich glaube nämlich nicht, dass er hier angemeldet ist.

    Passend dazu ein kleiner, philosophischer Witz:

    „Gott ist tot!“, sagte Nietzsche.

    „Nietzsche auch!“, sagt Gott.

     


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #226285

    Hallo @kadaj

    Philosophie am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. :-)

    Nichts zu verzeihen, du hast nichts gemacht. Es ist meine Aufgabe, mich abzugrenzen, wenn mir etwas zu viel wird.

    Um die Frage über das Sein zu beantworten, müsste man ja auch das Gegenteil, quasi das „Nicht-Sein“ definieren. Geht aber nicht eindeutig, da: Metaphysik. Würde mal behaupten, über diesen Tellerrand kommt man nicht hinaus. Gewiss beschäftigt sich auch Heidegger in dem Text damit. Ich habe Lust, ihn zu lesen. Es wird bald soweit sein. Gebe dir gerne an dieser Stelle Feedback, wenn es gewünscht ist.

    Ich würde dennoch behaupten, eine Person zu haben und ein Wesen zu sein. Der Impuls für diese Aussage ist mein Gefühl, logisch habe ich es noch nicht erörtert.

    In diesem Sinne, einen angenehmen Wochenstart :-)


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 4 Monate von Cellardoor geändert.
    als Antwort auf: Wahninhalte. #226133

    Da hinzu Eigenschaften, die eben mich als Person auszeichnen etc. Charakter.. weiter geht es.. Identitätsarbeit o.a. Politik.

    Würdest du sagen, dass du eine Person bist oder eine Person hast?

    Pseudo-philosophische Probleme. Ganz bestimmt. Aber notwendige.

    Kann ich ohne das „pseudo“ ruhigen Gewissens unterschreiben.
    Wenn es sich auch empfiehlt, sich nicht in solchen Denkprozessen zu verlieren. Das war mir schon einmal passiert und endete nicht so nett. Gesunde Distanz ist zumindest für mich bei tiefsinnigen, metaphysischen Fragen angebracht. Daher ist der Heidegger-Text von mir noch nicht gelesen, aber genauso wenig ist er vergessen.

    Liebe Grüße


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #226119

    Guten Morgen @kadaj :bye:

    Ich denke, du wartest du auf eine Antwort, wie ich die Frage, ob es um „Existenz“ oder „Sein“ ginge, beantworten würde.

    Wenn viele Philosophen ihre Arbeiten darum schon zu Papier gebracht haben, die bis heute Diskussionsstoff bieten, tue ich mich damit vorsichtig. Ich glaube, diese Antwort ist auch sehr relativ.

    Descartes meinte „Ich denke, also bin ich.“
    Descartes meinte aber auch, dass Partikel in mein Auge strömen, die von der Sache ausgehen, die ich betrachte.

    Satre meinte, dass der „Existenzialismus ein Humanismus“ sei.
    Demnach bin ich also die Summe meines Handelns, wenn ich das richtig verstehe.
    Damit hatte ich auch so meine Schwierigkeiten, als Jugendliche zumindest.

    Ein Realist glaubt nur das zu wissen, was er mit seinen fünf Sinnen wahrnimmt.
    Hat ein Realist sich schonmal selbst mit seinen eigenen Augen ins Gesicht blicken können, ohne einen Spiegel? Damit glaubt ein Realist, streng genommen, noch nicht einmal an sich selbst bzw. an seine eigene Existenz.

    Sokrates mit seiner Aussage „Das einzige, was ich weiß ist, dass ich nichts weiß.“,
    scheint mir noch am meisten passend zu sein, hat mit der Existenz oder dem Sein per se aber wenig zu tun, zumindest auf den ersten Blick.

    Nun, all diese Leute waren sicherlich begnadete Denker und haben auch bestimmt nicht nur in meinen Respekt verdient. Und meine Wenigkeit dagegen, die vor knapp 20 Jahren mal Philosophie in der Schule hatte und eine Prüfung im Abitur, mag vielleicht nicht einmal annähernd an diese Denker heran kommen.
    Trotzdem mal ein kleiner Versuch meinerseits:

    Ich mag mich nicht an meine Geburt erinnern, ich mag mich noch nie mit meinen eigenen Augen gesehen haben, ich erwache jeden Morgen aus dem Schlaf, in dem ich kein Bewusstsein zu haben scheine – und habe nach meinem Empfinden immer denselben Ausgangspunkt, wenn ich zu mir komme: Mein Leben. Ob ich wirklich bin ist für mich nicht relevant, denn eine andere Option, als hinzunehmen, dass ich dieses Leben führe, habe ich nicht. Deshalb versuche ich, das Beste aus diesem Leben zu machen.

    Für mehr habe ich morgens noch nicht den Kopf. Das ließe sich sicher ausführen.

    In diesem Sinne, einen schönen Sonntag und viele Grüße :-)


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Vorurteile gegenüber Schizophrenie #225753

    Hier nenne ich mich Cellardoor. Auch ich habe die Diagnose „schizoaffektive Persönlichkeitsstörung“, zuletzt vor ca. drei Jahren manisch. „Schizo“ steht für gespalten, „affektiv“ für Gefühle. Das Wort „Schizophrenie“ heißt wohl so viel, wie „gespaltenes Zwerchfell“, da man früher annahm, die Seele würde sich im Zwerchfell befinden. Es sind also seelische Diagnosen, die wir tragen.

    Bei uns ist aus medizinischer Sicht der Botenstoff „Dopamin“ zu viel vorhanden. Das kann durch Stress gefördert zu einem Verhalten führen, das anderen nicht als rational erscheint. Dieses Verhalten wird „Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis“ genannt.

    Symptome können z.B. Stimmen hören sein, Wahngedanken: religiöser Wahn (z.B. sich für einen Messias halten), Vergiftungswahn (z.B. „Meine Nachbarn mixen was ins Leitungswasser, was mich töten soll“), Verfolgungswahn (z.B. „alle sind nur hier, um mich auszuspionieren und zu jagen“), Liebeswahn, uvm. – auch Ich-Störungen („meine Identität verschwimmt mit der Außenwelt“), Gedankenentzug und -eingabe, Fremdsteuerung – können Symptome sein, die den Betroffenen für sein Umfeld schwer einzuschätzen und zu behandeln machen.

    Damit das Dopamin im Gehirn reguliert wird, bekommen wir oft Medikamente, Psychopharmaka, speziell gegen Psychosen also Neuroleptika. Doch nicht jedes Präparat passt zu jedem gleich gut: Einige wirken antriebsteigernd, einige mehr sedierend, einige sind stark, andere weniger stark. Einige von uns haben kaum bis keine Nebenwirkungen, während andere von uns den vollen Beipackzettel erleben müssen und gezwungen sind, unter ärztlicher Aufsicht das Medikament zu wechseln.

    Für alle mit diesen Diagnosen ist es wichtig, die Neuroleptika nur in ärztlicher Absprache einzunehmen, deren Dosis zu verändern oder gar ganz abzusetzen. Mein Erleben ist ein gutes Beispiel dafür, dass man dies niemals abrupt auf eigene Faust tun sollte – damit ist ein Rückfall ziemlich sicher. So erlebte ich insgesamt drei Rückfalle mit psychiatrischen Aufenthalten, denen ein eigenmächtiges, abruptes Absetzen der Neuroleptika vorausging. Solche Aufenthalte in der Psychiatrie sind oft nicht sehr angenehm, da es immer Menschen dort gibt, denen es teilweise noch schlechter geht, als einem selbst und man dennoch mit dem Umfeld dort zurechtkommen und sogar genesen muss.

    Um meine Erlebnisse zu verarbeiten, hat mir das Schreiben und das Dichten sehr geholfen. Ich male auch mit Acryl und Kreiden zum Hobby, habe mittlerweile ein stabiles und liebevolles Umfeld gefunden. Vor kurzem zog ich rund 1000 Kilometer weit weg in den Süden Deutschlands. Seit rund drei Jahren fühle ich mich frei von Symptomen. Beruflich Fuß zu fassen, fällt mir trotzdem sehr schwer: Mein Lebenslauf ist so bunt, dass ich bei Vorstellungsgesprächen ins Stottern gerate und man mich nicht einstellen mag und wenn doch, dann kann dieser berufliche Stress eine neue Krankheitsepisode auslösen, dass ich die Tätigkeit wieder aufgeben muss oder gar gekündigt werde. Zwar habe ich auch mal studiert, habe unter Psychose aber aufgeben müssen. Jedoch ist das Aufgeben vom Versuchen für mich keine Option und mittlerweile das „einmal mehr aufstehen, als hinfallen“ ein fester Bestandteil meines Lebens geworden.

    Für den Anfang soll das erst einmal genügend Text von meiner Seite sein. Sollte es Fragen von euch vielleicht neuen Forenmitgliedern oder neugieren, zukünftigen Usern geben, stehe ich gerne zur Verfügung. Für Ausführungen und Ergänzungen und konstruktive Kritik von den „alten Hasen“, bin ich auch zu haben.


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Cat Content #225341

    https://ibb.co/KL7TJ93


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Pause für Angora #225335

    Hallo @Angora :bye:

    Auch von mir eine angenehme & erholsame Sommerpause.

    Mach’s gut und lass‘ dich gerne wieder lesen, wenn dir danach ist.

    Liebe Grüße


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Was tut ihr für eure Gesundheit? #224945

    Diesen Spruch haben die Nazis für sich beansprucht. Finde ihn furchtbar, denn was ist mit einem körperlich Behinderten?

    Das war mir nicht bewusst. Mein Papa hatte ihn damals eben oft gesagt und daher kannte ich den. Natürlich kann auch ein körperlich behinderter Mensch einen gesunden Geist haben – oft sogar mehr, als ein körperlich gesunder Mensch, wie ich beruflich früher mitbekommen habe.

    Der Spruch ist wohl „etwas“ älter

    Hab’s stark vermutet ;-)


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #224944

    @kadaj Danke trotzdem :heart:

    Hast du Philosophie studiert?

    Liebe Grüße


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #224413

    Hallo @kadaj :bye:

    Danke für den Link, schaue da mal ins PDF rein :-) Vor Heidegger hatte ich immer Respekt, ging mit vielem von ihm nicht konform. Genau, wie bei Sartre. Da war mir Kant lieber. Auch Einstein hatte ja philosophische Texte geschrieben.

    Welche geordneten Apparate meinst du eigentlich?

    Viele Grüße und ein sonniges Wochenende


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Cat Content #224344

    https://ibb.co/w7233NW


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Was tut ihr für eure Gesundheit? #224342

    Wow :good: :good: :good:

    Da sind viele, echt tolle Dinge mit dabei, die ihr so tut für euch!

    Das mit dem Bonusprogramm von @Nichtraucher ist ja eine feine Sache.
    Paradox, dass Nichtraucher CBD geraucht hatte – umso besser, dass du deiner nichtrauchenen Linie wieder treu geworden bist. ;-)

    Auch @Molly s Haltung kann ich irgendwie verstehen.

    Merke trotzdem, dass bei bewusster Einstellung zur eigenen Gesundheit mein Wohlbefinden deutlich besser ist, was sicherlich von Vorteil ist für die Prävention von erneuten Psychosen (nebst der Medikamente natürlich) und die Lebensqualität deutlich anhebt.

    Sterben muss zwar jeder irgendwann mal und wer früher stirbt, ist länger tot und gesund sterben ist ein Paradoxon für sich. Bis dahin möchte ich mein Leben aber so gut es geht genießen und das geht mit bestmöglicher Gesundheit für mich besser, als ohne das Bewusstsein dafür.

    Liebe Grüße an euch und einen schönen Start ins Wochenende :bye:

     


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Wahninhalte. #224278

    Guten Abend liebe/r @kadaj ,

    Danke für deine Antwort, die ich besser verstehen kann, als deine vorigen.

    Schade, dass du mich „verschonst“ mit den Links. Hätte sie mir gerne angetan und sei dir gewiss: Klagelieder wären daraus nicht entstanden – und auch kein Todesfieber. ;-)

    Es geht um das „Sein“, wenn ich es richtig verstehe. „Sind“ wir denn nicht bereits? Oder besteht zwischen „Sein“ und „Existieren“ noch ein Unterschied aus deiner Perspektive?

    Herzliche Grüße und einen gemütlichen Abend


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

    als Antwort auf: Linkshänder und Schizophrenie #224186

    Schreibe auch mit links, mit einer Schere schneiden aber mit rechts. Meine Krafthand ist rechts, meine Führungshand aber links. Was bin ich nun?

    Trotzdem verblüffend, wie viele Linkshänder hier vertreten sind.


    Immer einmal mehr aufstehen, als hinfallen!

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