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Dieses Thema enthält 19 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Molly Molly vor 1 Woche, 4 Tagen.

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  • #6909

    Mich beschäftigt schon seit langem das Thema Kinder kriegen oder nicht. Hat sich jemand von euch für Kinder entschieden, obwohl ihr schon die Diagnose Schizzophrenie hattet? Ich hab sehr gerne Kinder und mich aber aus der Vernunft heraus gegen Kinder entschieden.
    Ich habe einfach Angst, nicht gut genug für sie Sorgen zu können. Meine Mutter war selbst manisch depressiv als mein Bruder und ich sehr klein waren und später immer wieder. Ich habe davon glaub ich einen frühkindlichen Schaden abbekommen. Sie hat sich mit Diagnose für Kinder entschieden. Ich habe ihr manchmal vorgeworfen, jetzt auch krank zu sein. Trotzdem finde ich schön, dass mein Bruder und ich da sind. Meine Mutter hat mir auch immer im Umgang mit der Erkrankung geholfen – sie war eine starke Frau und konnte ihre Erkrankung annehmen und offen mit ihr umgehen. Da ist sie Vorbild für mich.
    Meine gleichaltrigen Freundinnen bekommen so langsam ihre Kinder, da ist das Thema nochmal hochgekommen..Ich traue es mir aber nicht zu, obwohl ich relativ stabil bin. Schon allein die schlaflosen Nächte würde ich glaub ich nicht überstehen. Zudem brauch ich meine vielen Medikamente..Ich glaube ich bin auch nicht fähig mit einem Kind eine so enge Bindung einzugehen, wie es wichtig wäre.
    Ich muss mir immerwieder klarmachen, was für Chancen ein kinderloses Leben mir aufzeigt. Ich habe großen Respekt vor denen, die das Leben mit Kindern und Diagnose auf die Reihe kriegen.
    Ein Patenkind würde ich mir wünschen, aber auch da habe ich das Gefühl,das mir mein engeres Umfeld nichtmal das zutraut. Was ich traurig finde.
    Ich weiß das das ein sensibles Thema ist. Ich spreche hier nur für mich und möchte über Niemanden Urteilen, der Kinder hat. Ich würde mich auch über Positive Berichte freuen, von denen die Kinder haben. Bin auch an Berichten interressiert, wo die Psychose erst nach den Kindern kam.

    #6910

    @ wachsmalblöckchen, ich würde mich gegen Kinder entscheiden,meine Freundin,die erkrankt ist sieht das genauso,hatte in ihrer Jugend auch abgetrieben.
    Ich möchte mal kurz begründen warum ich mich dagegen entschieden habe.
    Man hat ja als Elternteil eine Verantwortung zu tragen gegenüber den Kindern,zumal sollte man den Kindern ja ein gutes Umfeld geben ,daß heißt auch finanziell gesehen
    Als psychisch kranker kann man das meistens nicht ,zumindest wenn man akut ist und dann müssen sich wieder andere drum kümmern.
    Für mich sind deshalb Kinder keine Option,waren es auch noch nie.Ich muß erst mal selber für mein leben Verantwortung tragen,das reicht mir vollkommen aus.
    Gruß Reisender

    #6911

    Hi WMB
    Ich hab mich gegen Kinder entschieden. Da mein langjähriger Freund eh keine wollte passte das auch.
    Meine Mutter ist übrigens auch bipolar und ich hab nen ordentlichen Schaden in form von ptbs davon getragen.
    Im Gegensatz zu deiner ist meine Mutter allerdings das kleine unselbstandige Kind geworden und das war mindestens genauso schlimm wie die Krankheit an sich.
    Meine Schwester hat 2 Kinder. Einer ist vollkommen gesund aber der andere auch erkrankt.
    Es ist und bleibt ein Risiko mit den Genen. Und auch was möchte ich meinem Kind zumuten.
    Ist ne schwierige Entscheidung…
    Was möchte denn dein freund?

    #6912

    hallo @wachsmalbloeckchen,

    wir haben für ein kind entschieden bevor ich erkrankt bin…
    bei mir wurde die erkrankung erst durch den tod unseres kleinen sohnes 2009 ausgelöst…

    liebe grüße
    erdbeere

    #6913

    Ich finde, man sollte trotz der Erkrankung nicht auf Kinder verzichten müssen. Also ich für mich kann mir das nicht vorstellen, kein Kind zu kriegen.
    Es gibt keine perfekten Eltern. Ein Kind kann aus soetwas auch gestärkt herausgehen. Auch die Möglichkeit einer Vererbung sollte da keine Rolle spielen, in zwanzig Jahren ist die Medizin bestimmt noch deutlich weiter. Solange ich meine Medikamente nehme bin ich was Psychosen angeht auch relativ stabil. Außerdem weiß ich auch, dass ich viel Unterstützung von meinen Eltern kriegen würde. :good:

    Oh @erdbeere das tut mir Leid. Das hört sich echt schlimm an. Hoffe du konntest den Verlust halbwegs verarbeiten. Wie alt war er denn?

    #6915

    danke @lisi

    naja, so ganz kann man so etwas glaube ich nie verarbeiten, dafür ist es einfach viel zu schlimm…
    aber man lernt damit zu leben…
    aber es schmerzt immer noch sehr oft und wir vermissen ihn jeden tag…

    er ist kurz vor der geburt in meinem bauch gestorben und ich musste ihn tot zur welt bringen…
    das war schon ein krasses trauma…

    jetzt können wir ihn nur noch an seinem kleinen grab besuchen, aber im herzen ist er immer bei uns…
    und ich glaube auch ganz fest daran, das wir irgendwann wieder alle zusammen sein werden…

    #6916

    Danke für eure Antworten. Tut mir Leid erdbeere, dass Du deinen Sohn verloren hast. Das ist sicher sehr schmerzhaft und begleitet einen ein Leben lang.
    Meine Entscheidung gegen Kinder steht schon lange fest. Trotzdem beschäftigt es mich, weil ich eben Kinder sehr mag.
    Mein Freund ist wegen seiner Epillepsie nicht ganz stabil, er mag zwar auch Kinder – aber wir sehen es beide als vernünftiger an Kinderlos zu bleiben. Er kann nicht arbeiten gehen und ist in Frührente. Ich bin quasi Alleinverdiener.

    Ich glaube eben auch, dass es über die Gene vererbbar ist und möchte das alles meinen Kindern nicht zumuten, was wir durchgemacht haben. Zum Glück hab ich einen tollen Vater und eine super Stiefmutter, die sich gut um uns gekümmert haben als es meine Mutter nicht konnte.

    Meine Eltern haben sich getrennt, als ich noch sehr klein war. Meine Mutter war einfach überfordert mit uns Kindern und mein Vater hat ihre Selbstmordversuche und das alles irgendwann nicht mehr ausgehalten, was ich verstehen kann. Er hat uns durch die Trennung auch geschützt.

    #6917

    Ich habe mich bewusst gegen eigene Kinder entschieden, obwohl ich Kinder sehr, sehr gern habe. Der Hintergrund und die Entscheidungsgrundlage war mein bipolarer Vater, der mit Mitte 30, nach dem wir schon auf der Welt waren, erkrankt ist. Dies war dann fuer alle aus der Familie kein Zuckerschlecken mehr, war eine sehr unschoene Zeit, unsere Familie extrem belastet usw.usw. So etwas wollte ich nicht vererben ( es besteht eine genetische Disposition in der Familie ) und keinem anderen Menschen zumuten. Nach dem ich nun selbst vor 6 Jahren im hoeheren Alter erkrankt bin, bin ich ueber diese Entscheidung sehr froh. Wollte nicht, dass eines meiner Kinder sowas am eigenen Leib erleben und tragen muss.Und ich kenne aufgrund meiner Spaeterkrankung den Unterschied vorher, nachher sehr genau. Gut dass mir das Risiko zu gross war.

    #6933

    Ich würde mich auch noch mit Mitte Vierzig für ein Kind entscheiden.

    @erdbeere Tut mir sehr leid um deinen kleinen Sohn.

    #6935

    danke @wachsmalbleockchen und @lightness…das ist lieb von euch

    liebe grüße
    erdbeere

    #6973
    Agi
    Agi

    Ich habe mich gegen Kinder bekommen entschieden.Laut meines Arztes müssten Frauen während der Schwangerschaft Haldol nehmen,da es einzige Medikament ist,das verabreicht werden kann.Die anderen Medikamente sind unerforscht.Ich möchte meine Erkrankung nicht weitervererben .Einen Partner habe ich schon,aber ich werde langsam aber sicher unfruchtbar durch das zu hohe Prolaktin verursacht durch das Amisulprid.Ich kann mit meiner Entscheidung gut leben.

    #7011

    Ich wollte früher immer Kinder. Jetzt habe ich daran kein Interesse. Es ist zuviel Verantwortung, wobei ich nichteinmal richtig Verantwortung für mich selber übernehmen kann, und zuviel Stress.

    Als wichtigsten Grund bin ich eigentlich immer traurig und ich mag mein Leben nicht. Ich denke, wenn man Kinder zeugt, sollte man so glücklich sein, oder zumindest finden, dass das Leben wert ist gelebt zu werden, das habe und kenne ich nicht. Ich würde mich eher über eine tödliche Krankheit freuen, als dass ich diese schmerzhafte Mühsal, die das Leben ist, einer anderen, unschuldigen Person aufdrücken möchte. Und wenn man selber im Leben keinen wert sieht, sondern sich nur nach bestem Gewissen durchquält, dann wäre man auch sicher kein gutes Vorbild oder guter Halt für eigene Kinder. Ich denke, ich bin von Natur aus schwermütig und miesepetrig und diese Gene würde ich auch keinem wünschen. Also nein, Kinder zu haben, nur um Sinn zu erfahren, oder aus anderen selbstsüchtigen Gründen, das möchte ich nicht.

    #7017

    Wachsmalblöckchen, Das hatte ich mir auch gewünscht dass mein Vater sich trennt und uns mitnimmt. Uns wäre viel erspart geblieben.
    Ich weiß er hat es überlegt aber war dann zu schwach es durchzuführen.
    Er ist daran zugrunde gegangen und ist viel zu früh als Alkoholiker gestorben.

    Aber es waren auch andere zeiten. Die Medikamente heute sind so viel besser.
    Meiner Mutter ging es dann so viel besser damit, da war ich aber schon längst ausgezogen.

    Daher bin ich auch sehr pro Medikamente eingestellt..

    War jetzt bisschen off topic…

    #7027

    Liebes @wachsmalbloeckchen,

    ich bin in der Schwangerschaft erkrankt. Ich bin sehr dankbar, dass ich meinen Mini habe. Ist schon schön so.

    Aber leider wird es wohl kein Geschwisterchen mehr geben. Das schmerzt mich manchmal schon noch. Aber die meiste Zeit bin ich Realist und kann gut mit der Entscheidung leben.

    Liebe Grüße
    escargot

    #7049

    Wir haben uns für Kinder entschieden, nachdem ich glaubte, die Krankheit überwunden zu haben. Die Krankheit brach wieder aus als mein ältester Sohn etwa im Alter von 8 Jahren in der Schule heftig gemobbt wurde und er unstillbaren Harndrang (unter anderem) entwickelte und meine Frau (aus meiner Sicht) Erziehungsschwächen offenbarte. Heute bin ich von meiner Frau getrennt (sie hat sich getrennt) und Wochenendpapa.

    Ich liebe meine Kinder sehr.

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