Die Problematik Stimmenhören

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Dieses Thema enthält 22 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Phil Connors Phil Connors vor 4 Tagen, 5 Stunden.

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  • #987

    Stimmenhören? Und in welchem Jahr hat es angefangen? Mit der Geburt?
    Als die Ärzte sagten: „Glückwunsch Frau Kohl, es ist ein Junge.“
    Können sich dann irgendwann echte Stimmen aus der Vergangenheit selbstständig machen?
    Oder sind es dann (schlechte oder gute) Gedanken von Menschen, denen man begegnet ist?

    Frosch

    #988

    Anonym

    Ich habe beides. Ist schwer zu unterscheiden. naja , ich höre eben gute Gedanken , die schlechten sind wirklich nur einzelne wiederholende Wörter oder ganz simple Sätze , die ich sehr selten höre.

    #1014

    Ich höre beschimpfende Wörter,ist echt lästig

    #1048

    Im Moment höre ich nichts. Aber wenn ich was höre, dann sind es imperative oder erzählende Stimmen. Manchmal auch Stimmen, die sich unterhalten. Echt nervig und anstrengend, manchmal auch beängstigend.

    #1053

    bei mir sind die stimmen jeden tag da, ich höre sie eigentlich immer –
    kann manchmal besser und manchmal schlechter damit umgehen…

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Tagen, 17 Stunden von erdbeere erdbeere.
    #1078

    Frage an alle, die schonmal Stimmen gehört haben oder hören:
    Mich würde interessieren, ob jemand von Ihnen auch mit seinen Stimmen wirklich kommunizieren kann. Also dass Sie etwas sagen, und die Stimme nimmt Bezug auf die Vergangenheit frühere Gespräche oder argumentiert. Also dass die Stimme sagt zum Beispiel: „Wir hatten doch gestern darüber gesprochen, ob wir heute zum Fest gehen sollen. Ich habe mir überlegt, dass wir das besser nicht machen, weil ich im Fernsehen gesehen habe, dass es regnen soll“ und dann auf Ihre Antwort hin weiter argumentieren kann. Oder ist es nicht vielmehr so dass immer nur kurze einfache Sätze kommen, ohne Nebensatz und Begründung? Und dass es zwar Kommentare oder Gespräche gibt aber sie sind nicht mit Ihnen in einem wirklichen Kontakt?
    Prof. Klimke

    #1095

    hallo @web450 „meine“ stimmen können leider sehr gut und hinterlistig argumentieren und ihre argumentationen waren leider (früher) auch sehr überzeugend für mich…
    durch die medikamente sind sie aber nicht mehr ganz so schlimm,
    bzw ich fühle mich (meistens) mehr in der lage ihnen etwas entgegenzusetzen…
    vielleicht schreibe ich irgendwann nochmal mehr dazu, aber erstmal möchte ich das (noch) nicht…

    liebe grüße
    erdbeere

    #1100

    Hallo Web450,

    Ich habe mich immer sehr gegen die Stimmen gewehrt. Und wollte nie wirklich wahr haben dass ich stimmen gehört habe. Das war mir immer so furchtbar peinlich. Die Ärzte waren sehr ratlos am Anfang, und wussten nicht woher das kommt. Die Psychose trat sehr abrupt auf.
    Bei mir waren es eher kommentierende Stimmen, religiös gefärbt.

    #1108
    Agi
    Agi

    Hallo Admin ,meine Stimmen waren eher beleidigend und ich dachte ,dass sie von außen kämen als ich akut war .Ich bin relativ früh in die Klinik freiwillig gegangen und die Medikamente damals (Risperdal Monotherapie)haben sehr schnell gewirkt.Zur Zeit nehme ich Amisulprid 200mg und habe keinerlei Symptome.Klar ist da das Problem mit dem erhöhtem Prolaktin (Norm ist 30 ,ich habe 90).Meine Stimmen waren damals eher als negativ zu werten .

    #1114

    Schwer zu sagen. Ich kommuniziere ja sehr viel mit meinen Stimmen, oft findet das aber unbewusst statt und ich erwische mich irgendwann dabei, wie ich mit ihnen rede. Ob sie Bezug auf die Vergangenheit nehmen, darauf habe ich noch nie geachtet. Aber sie sprechen schon ganze Sätze mit Nebensätzen.
    Auf das mit der Vergangenheit muss ich mal achten, gerade höre ich aber keine Stimmen, Amisulprid 400 mg wirkt bei mir sehr gut gegen Stimmen. Sobald ich niedriger gehe, kommen sie aber wieder.

    #1122

    ich rede seid jahren mit meinen stimmen.bei bösen ertrage ich sie nicht einfach,sonder rede genauso beleidigend dagegen.mit den guten bin ich sogar „befreundet“ und wir hatten schon viel spaß.
    das ganze aber nicht akustisch,sondern in gedanken im kopf.
    momentan geht es.
    habe auch eine funktionierende strategie.musik!und zwar von morgens bis abends.die hilft mir nicht durch zu drehen und die stimmen kontrolieren zu können.aber manchmal verliere ich auch und sie werden wieder zur belastung.es ist immer im wechsel. :wacko:

    #1126

    würde ja pm schreiben,aber geht iwi nicht.schön @auster das wieder hier bist. :bye: :good:

    sorry für off topic.weiter im text…

    #1282

    Es ist schon spät! Deshalb nur eine kurze Antwort.

    Im Moment erlebe ich es ja wieder Hautnah mit:

    Die Hauptstimme redet wohl mit anderen Stimmen, die man aber meistens nicht hört über mich, über andere bekannte oder unbekannte Personen, oder was eventuell passiert sein könnte, ohne jeweils mich oder andere mit Namen zu nennen. Sie unterhalten sich über Gedanken, Gefühle und Geschehnisse zeitweise in ihrem eigenen Jargon, also oft mit Worten, die ich so nicht verwende. Ich rede dann automatisch in Gedanken auch mit ihnen und sie sprechen daraufhin über das, was ich bewusst gedacht habe, aber reagieren gleichzeitig auch auf meine in dem Moment nur gefühlsmäßigen und weitestgehend unbewussten Reaktionen, was es schwierig macht den Überblick über den Verlauf zu behalten. Sie sprechen mich aber nie direkt mit „Du“ oder meinem Namen an.

    So lange ich Medikamente in ausreichender Dosis nehme sind sie gedimmt, ich kann also durch den Klang der Stimmen erkennen, dass sie nicht aus der realen Umgebung stammen. Sie hören sich sehr entfernt und gedämpft an, aber auch wie Menschen, die dort in normaler Lautstärke reden. Nehme ich nichts, bekomme ich nach einer gewissen Zeit teilweise schon Angst, besonders wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewege, weil es mir so nah kommt und oft reale Personen (nur akustisch) imitiert werden. Dann funktioniert die Abgrenzung anderen gegenüber nicht mehr, weil das was man normalerweise in sich versteckt, wenn auch nur scheinbar nach außen getragen wird.

    Bis auf seit letzter Woche, wo ich so gestresst war, war tagsüber eigentlich immer Ruhe. Nur Abends wenn ich alleine war, war sehr selten mal kurz was zu hören, was mir aber nichts ausgemacht hat. Das war aber nicht unangenehm, weil es so vertraut war. Ich kann es im Normalfall auch eigentlich immer ganz gut ignorieren.

    Ach und zum Thema Satzstruktur:
    Meine Hauptstimme, ein Er, redet im Moment die ganze Zeit ohne Punkt und Komma… Ups, gerade redet auch die weibliche Stimme. Die hab ich in letzter Zeit nicht gehört. Weil ich das jetzt schreibe, sagt sie gerade : „Die sind und die sind entsetzt!“ Ich denke, sie meint sich und ihre Kumpels damit.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Tagen, 8 Stunden von Molly Molly.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Tagen, 8 Stunden von Molly Molly.
    #1292

    Anonym

    Hallo Webmaster. Ich kann so wie sie beschrieben haben mit den Stimmen kommunizieren und ich sehe es als Telepathie. Nur höre ich eben auch aus der Vergangenheit diese Unterhaltungen und manchmal auch meine eigenen Gedanken. Ich höre auch die Gespräche , die ich im gespaltenen dämonenhaften Zustand erlebt habe , den ich nicht bewusst mitbekomme , aber mir die Stimmen es beschreiben. Ich höre das Gespräch und ich antworte eben in Gedanken gleich wie in der Vergangenheit.

    #1301

    Dot

    Ich habe gelesen, dass die Weiterleitung sog. Efferenzkopien bei Schizophrenen gestört ist. Die Efferenzkopien transportieren ein Signal, dass uns unsere innere Stimme als solche bewusst macht. Ist die Übertragung gestört, wird die innere Stimme als ein von außen wirkender Reiz wahrgenommen. Dazu gibt es wirklich viel zu lesen.
    Das Thema ist mir persönlich zu komplex und die Fachleute diskutieren ein ganzes Ursachenbündel.
    Ich gehöre auch zu denen, die sich mit den Stimmen ’nicht arrangieren konnten‘. Wahrscheinlich gilt das ja für die Mehrheit von uns. Ich finde es schlimm, dass einige trotz der Medikamente nicht davon verschont bleiben.

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